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Reviews der Band
Into Darkness - Into Darkness

Into Darkness

"Into Darkness"
CD-Review, 1862 mal gelesen, 05.03.2013 Wertung 05/10

News der Band

25.08.2003

INTO DARKNESS werden gegen Ende des Jahres folgende zwei Gigs spielen: 10. Oktober 2003: Frankenthal (D), Zuckerfabrik und 28. November 2003:...


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Konzertbericht


INTO DARKNESS - der Name ist wahrlich Programm, denn wie jedes Jahr bietet die von “Rock The Nation“ veranstaltete Konzertreihe eine Menge gute Musik, um die Metalheads einen Abend lang aus der Reserve zu locken. Dies spiegelt sich auch dieses Mal mit so illustren Bands wie PAIN, MOONSPELL, SWALLOW THE SUN, LAKE OF TEARS und SCAR OF THE SUN wieder. Also Grund genug für uns, sich ins Münchener Backstage Werk zu begeben, um der dunklen Party des Jahres zu fröhnen.



SCAR OF THE SUN
Den Anfang machen pünktlich um 19:00 Uhr SCAR OF THE SUN. Zwar ist der Konzertsaal noch nicht ansatzweise gut gefüllt, dies hält aber die Griechen nicht im Geringsten davon ab, mit viel Spielfreude zu Werke zu gehen. Allerdings weiß die Band zwar spielerisch zu überzeugen, der Gesang ist jedoch nur als Durchschnitt einzustufen. Sänger Terry schafft es leider zu keiner Minute, die Qualität der Musik auf Platte zu erreichen und man merkt auch, wie sichtlich angestrengt er ist, die richtigen Töne zu treffen. Vielleicht liegt es am etwas matschigen Sound oder einfach nur an einer Erkältung des Fronters, aber so wirklich mitreißen können SCAR OF THE SUN das langsam anwachsende Münchener Publikum heute nicht. Dies ist wirklich schade, da die Jungs einiges zu bieten hätten. Somit bleiben sie zwar ein guter Opener, aber eben leider auch nicht mehr.



LAKE OF TEARS
Als zweite Band des Abends steht eine Legende an – LAKE OF TEARS! Und wie unschwer zu erkennen ist, sind es heute nicht wenige, die ausgerechnet wegen dieser Kombo ihren Weg ins Backstage gefunden haben. Dabei schwängern die Schweden erst mal die Bühne mit einer gehörigen Portion Nebel, um ihren Gothic Metal in der passenden Atmosphäre zu präsentieren. Allerdings muss ich für meinen Teil gestehen, dass diese Band der Durchhänger des Abends ist, und das obwohl ich doch sehr gespannt auf deren Auftritt war. LAKE OF TEARS wissen heute einfach nicht wirklich mitzureißen, einzig Bassist Mikael Larsson kann mit ein wenig Bewegung glänzen, während die restliche Band wie angewurzelt dasteht und ihre Stücke nahezu emotionslos zum Besten gibt. Zwar ist das anhand der doch recht positiven Publikumsreaktionen eine rein subjektive Meinung, aber LAKE OF TEARS sind heute eindeutig die Band, welche das Publikum spaltet.



SWALLOW THE SUN
Nachdem LAKE OF TEARS nur bedingt überzeugend vorgelegt haben, wird es nun endgültig Zeit, dem Titel dieser Festival-Show auch gerecht zu werden. Und welche Band könnte die besser einleiten als die Doomer von SWALLOW THE SUN? Ganz diesem Motto entsprechend beginnen die Finnen langsam aber markerschütternd ihr fulminantes Set. Dabei wird bereits von Anfang an klar gemacht, dass heute die düsteren und härteren Kompositionen ihres Schaffens im Vordergrund stehen. Und auch die Musiker selbst wirken heute wesentlich agiler, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Frontmann Mikko hat zwar nach wie vor keinen großartigen Bewegungsradius und hält sich am liebsten direkt hinter dem Mikro auf, aber trotzdem wirkt er heute wesentlich aggressiver und extrovertierter als sonst.

Musikalisch gibt es an SWALLOW THE SUN sowieso nichts zu kritisieren und so schafft es die Band ein abwechslungsreiches und stets intensives Programm auf die Beine zu stellen. Dabei werden neben Stücken des aktuellen Outputs “Emerald Forest And The Blackbird“ auch das Titelstück des letzten Werks “New Moon“ und sogar ganz alte Perlen berücksichtigt. Leider ist der Abend für SWALLOW THE SUN aber schon wieder viel zu früh vorbei, denn in so einer Kondition hätten die Jungs noch gern ein oder zwei Songs mehr spielen dürfen. Aber man soll ja bekanntermaßen aufhören, wenn es am schönsten ist und so haben die Finnen die Messlatte für den heutigen Abend definitiv extrem hoch angesetzt!



MOONSPELL
Wie man einen derart grandiosen Auftritt, wie ihn SWALLOW THE SUN hingelegt haben, noch übertrumpfen möchte, ist sicherlich eine gute Frage. Aber wer die Portugiesen MOONSPELL kennt, weiß, mit was für einer erfahrenen und perfekt aufeinander eingespielten Band er es zu tun hat. Bereits seit 23 Jahren sind die Jungs schon unterwegs und konnten in ihrer musikalischen Karriere sämtliche Stile vom Black Metal bis zum Gothic abdecken.

Die Bühne in dunkles Blau getaucht, startet die Band passend mit dem Opener “Axis Mundi“ ihres aktuellen Albums “Alpha Noir“, bei welchem Sänger Fernando mit einem Helm gekleidet pathethisch das Publikum animiert. In einem sind MOONSPELL einfach unschlagbar, und zwar in der visuellen Darstellung ihrer Songs. Jedes einzelne Mitglied versteht es bestens, nur anhand von Posing und Auftreten zu punkten. Zwar könnte man diesem Urgestein hier nur einfach Routine vorwerfen, aber das wäre gelogen. MOONSPELL sind einfach eine hervorragende Live-Band, was sie auch heute wieder unter Beweis stellen. Dabei liegt der Fokus an diesem Abend auf Stücken des aktuellen Outputs und “Wolfheart“, wobei sich natürlich auch ein paar Alltime-Hits der Marke “Opium“ einschleichen. Auch wenn ich persönlich nicht ganz so begeistert von “Alpha Noir“ war, so schafft es genau dieses Material, sich live perfekt in die abwechslungsreiche Auswahl einzugliedern.

Letztendlich beweisen MOONSPELL auf ein Neues, welche Macht sie sind und hinterlassen das Münchener Publikum angeheizt für den Headliner des Abends, besser geht es fast nicht!



PAIN
Oder vielleicht doch? Nun, gegen 22:45 Uhr, wird es auch endlich Zeit für den würdigen Headliner des Abends. PAIN, ursprünglich als Solo-Projekt von Peter Tägtgren gedacht, hat sich inzwischen zu einer wirklich eingespielten und in höchstem Maße nackenbrechenden Live-Truppe entwickelt. Auch wenn man im Laufe der Jahre immer kommerzieller wurde, so hat diese Band niemals etwas von ihrer Faszination verloren. Und selbst nach vielen Shows, die ich diese Band bereits sah, stellt es immer wieder eine große Freude dar, die gebündelte Energie live zu erleben.

Passend zur kommenden DVD ist die Bühne ganz im spacigen Ambiente gekleidet. PAIN betreten das Backstage Werk und von da an gibt es auch bei den letzten Besuchern kein Halten mehr. Wehende Haare, in die Luft gereckte Fäuste und viel Bewegung sind die Resonanzen, welche die Schweden von der Stage aus entgegen geschmettert bekommen. Das stachelt das Quartett rund um den in Zwangsjacke gepackten Frontmann natürlich nochmal umso mehr an, ein wenig mehr Energie an den Tag zu legen. Mit Stücken wie “End Of The Line“, “I´m Going In“ oder “Same Old Song” ist es aber auch sicherlich kein schweres Unterfangen, um für eine derart ausgelassene Stimmung zu sorgen. Und wer Meister Tägtgren und seine Mannen kennt, weiß, dass selbst eine durchschnittliche PAIN-Show vom spielerischen Level noch extrem weit oben angesiedelt ist. Aber davon sind PAIN glücklicherweise heute meilenweit entfernt, denn die Jungs sind äußerst gut aufgelegt und liefern somit eine wahnsinnig energische Show ab, welche so manch anderen erlebten Auftritt blass aussehen lässt. Als ganz besonderes Highlight des Abends kann man hier mit Sicherheit “Dark Fields Of Pain“ aus den glorreichen Tagen von “Rebirth“ hervorheben, denn man schafft es mit diesem äußerst selten gespielten Song eine wunderbar beklemmende Atmosphäre zu erschaffen. PAIN legen aber verständlicherweise den Fokus auch auf ihr noch aktuelles Werk “You Only Live Twice“, welches mit Stücken wie dem rockigen “Dirty Woman“ oder “The Great Pretender“ gewürdigt wird. Als Gegensatz dazu dürfen natürlich auch die All-Time-Hits der Industrial-Kombo nicht fehlen und so gibt es neben “On And On“ und “It´s Only Them“ natürlich auch das obligatorische “Shout Your Mouth“ inklusive voller Publikumsunterstützung. Ein würdiger Abschluss eines hervorragenden Konzerts.

Was will man bei einer solchen Tour noch großartig an Worte verlieren? Ein nahezu perfekter Headliner, zwei weitere, sehr gute Main-Acts und zwei Supportbands, die nur bedingt zu überzeugen wussten. Und auch wenn der Sound auch nicht bei jeder Band ideal gewesen ist, so kam alles in allem heute sicherlich jeder auf seine Kosten. So muss es sein!


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