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CD-Review

Suprême Silence

Artikel veröffentlicht am 24.04.2012 | 1950 mal gelesen

Ach nee, kommt das nicht von Star Wars? Kurz nachgeschaut, nein natürlich nicht – die Fans würden mich rügen, natürlich handelt es sich bei meinem ersten Gedanken um Alderaan, einen der Planeten im Star-Wars-Universum. Eigentlich auch unpassend, denn ALDAARON sind nicht DARKSPACE, weder faktisch, noch hinsichtlich musikalischer Analogien. Der französische Dreier, der mit “Suprême Silence“ sein zweites Vollwerk an die Öffentlichkeit bringt, scheint ohnehin nicht so sehr auf sphärische Weiten zu stehen, sondern beschränkt sich eher in klassischer Manier auf Pagan Black Metal – aber in jedem Fall nähert er sich dem Ganzen von der guten Seite. Fernab von Humppa-, Trollolol- und Trallala-Quatsch.

Nicht umsonst gehören unsere westlichen Nachbarn zu einem qualitativen Sammelbecken in dieser Hinsicht, wie es stets Truppen wie etwa BELENOS beweisen. Was ALDAARON musikalisch auszeichnet, ist im Besonderen ihre instrumentale und größtenteils auch kompositorische Klasse, während sie tempotechnisch einen absoluten Höllenritt absolvieren. Unterm Strich überschreitet “Suprême Silence“ nämlich fast jede bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung und setzt sich hauptsächlich aus verschiedensten Parts irrwitzigster Raserei zusammen. Dabei behält man aber offensichtlich stets mindestens ein Ohr auf guten Melodien und Arrangements. Gerade die scharfen Leads lassen, neben einer beeindruckenden handwerklichen Außenhülle, auch eine windig kalte Atmosphäre aufkommen. Man fühlt sich förmlich in einen dunklen Schneesturm versetzt, der bereits im Intro mit äolischen Geräuschen angedeutet wird.

Das ist allerdings auch notwendig, denn ansonsten ist die Scheibe leider atmosphärisch manchmal ein wenig blass und gesichtslos. Vielleicht hängt das auch mit den Vocals von Sänger Ioldar zusammen, die zwar keinesfalls schwach sind, aber irgendwie ein wenig unspektakulär und daher stellenweise etwas zahnlos. So wandeln ALDAARON zwischen eisig erzitternden Geschwindigkeitsmomenten, kurzen, oftmals akustischen, Intermezzi und etwas langwierig wirkenden Passagen, die sich ganz klassisch als Füllmaterial bezeichnen lassen. Trotz allem bleibt “Suprême Silence“ alles in allem eine saubere schwarze Pagan-Scheibe, die für Fans, trotz mancher müder Zwischenteile, sicher lohnenswert sein kann.


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