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CD-Review

Plutonian Shores

Artikel veröffentlicht am 14.10.2012 | 2692 mal gelesen

Das norwegisch-belgische Label Adversum Records, dessen Zügel von zwei Kims (der eine ist Kim Sølve von Trine Og Kim, der andere ist der Betreiber von Neuropa) in der Hand gehalten werden, tritt dieser Tage mit gleich drei Alben an die Öffentlichkeit. Zwei davon entstammen dem (ohrenscheinlich) kranken Hirn eines Mannes, der unter dem Pseudonym Bijeima firmiert und ehemaliges Mitglied des VED BUENS ENDE-Nachfolgers VIRUS ist.

Wenden wir uns dem (alphabetisch zumindest) ersten musikalischen Output des umtriebigen Norwegers zu: ALFA OBSCURA wird keine Probleme haben, mit "Plutonian Shores" den Preis für das beste nordisch-schwarzmetallische Album des Jahres einzuheimsen. Warum? Weil "Plutonian Shores" trotz (oder gerade wegen?) seiner Melange aus retrospektivem Norsecore und modern-sterilem Black Metal unglaublich atmosphärisch, fies und vor allem in jeder Sekunde integer ist.

Bijeima frönt in den neun Songs plus Intro seiner offenbar vorhanden Vorliebe für kalte Lead-Gitarren, rustikale Rhythmus-Arbeit und organisch-treibendes Schlagzeug - das Resultat bewegt sich im Dunstkreis semi-moderner DARKTHRONE (in etwa zu "Total Death"-Zeiten), DHGs "Satanic Art" und THORNS Split mit EMPEROR. Dass alle genannten Paten über Moonfog erschienen sind, sollte dem einen oder anderen Anhänger norwegischer Black Metal-Kunst zu denken geben und sowohl Adversum als auch ALFA OBSCURA ganz oben auf die Liste vielversprechenden Black Metal-Nachschubs katapultieren.

Und wenn wir schon bei DHG und Moonfog sind, kann auch gleich noch den Gesang Bijeimas erwähnen, dessen Bosheit sich zwischen Björn "Aldrahn" Dencker und Sigurd "Satyr" Wongraven bewegt. Auch klarer Gesang ist vertreten, den ich (VIRUS steht da oben nicht ganz umsonst!) in der Nähe Carl-Michael "Czral" Eides verorten würde.

Man füge der ohnehin schon hochkarätigen Mischung noch einige zielsicher eingesetzte Elektronik-Elemente hinzu - und fertig ist ein Highlight zeitgemäßen Black Metals. Anhören!


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