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19.01.2012

APTORIAN DEMON ist das Kind von Ghash, seines Zeichens offensichtlich Malaz-Fan und (was an dieser Stelle wohl relevanter ist) einst Mitglied von...


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CD-Review

Libertus

Artikel veröffentlicht am 15.02.2012 | 1026 mal gelesen

Dem Geist des norwegischen 90er-BM werden APTORIAN DEMON aus Trondheim auf ihrem Erstlingsalbum "Libertus" in beachtlichem Maße gerecht, wobei sie vor allem durch eine gelungene Mischung aus Wucht, Hochgeschwindigkeit und schleichender Bedrohlichkeit überzeugen. Hier geht es nicht um große Neuerungen, sondern darum, aus dem recht eng gesteckten musikalischen Rahmen viel herauszuholen. Dieses Unterfangen glückt, und statt alte Genregrößen zu kopieren, wählt man eher einen ähnlichen Zugang wie diese, was Atmosphäre und musikalische Mittel angeht.

Besonders in "Var aere er troskap"  schimmern die klassischen MAYHEM (DMDS) durch, Nebelbänke in frostigen Mondnächten lassen wohlig erschauern. Schluffige Nöl- und Grummelvocals stehen jedoch nicht zu befürchten. Meister Gâsh grollt, krächzt und schreit mit so viel Nachdruck, wie man sich für ein BM-Album nur wünschen kann. An "Ordets makt" wiederum werden sich besonders Leute erfreuen, denen CARPATHIAN FOREST nach ihrer ersten EP zu rockig und zu clownesk geworden sind.

Die orthodoxe Machart dieses Albums bietet noch genug Raum für auflockernde Stilmittel: Das Titelstück etwa wird mit einem schwermütigen Akkordeonpart eröffnet und hin und wieder mit Wolfsgeheul untermalt, das beinahe wie ein Gitarrensolo wirkt. Dazu kommen gelungene Akustikparts und unverzerrte Bassläufe, die viel zur Atmosphäre dieser Platte beitragen. Schließlich folgt (jedenfalls in der limitierten Auflage im Digibook) noch ein gutklassiger instrumentaler Hidden Track. Das Ganze ist stimmig, sehr ordentlich produziert und krankt nur etwas daran, dass die einzelnen Ideen mitunter mächtig lange ausgewalzt werden und dabei an Reiz verlieren. Wer sich daran nicht stört, kann locker noch einen Punkt zur Gesamtwertung hinzurechnen.


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