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CD-Review

Anti-Humain

Artikel veröffentlicht am 16.10.2010 | 1342 mal gelesen

Das auch in Südamerika Black Metal seine Zielgruppe hat, ist nicht zu verleugnen. Allerdings hatte ich bisher den Eindruck, es seien vor allem War Metal Truppen oder aber schwachbrüstige Kombos aus dem Kellergewölbe, die zum Vorschein gekommen sind. AU SACRE DES NUITS hingegen hat sich voll und ganz den depressiven Tönen gewidmet, in den letzten Jahren ein Betätigungsfeld, dass neben ganz wenigen Ausnahmen einen Haufen Müll zum Vorschein brachte. Kommt aus Brasilien vielleicht mal wieder ein Lichtblick?

Eher nicht. Zwar geht Necrophelinton, einziges Mitglied von AU SACRE DES NUITS, bemüht an sein Debütalbum ran, bleibt aber bis auf wenige Ausnahmen dem Einmaleins des Depri Black Metal treu. Folglich darf man sich auf ausladende Stücke mit viel Geschrammel, einem gedrosseltem Tempo und ein paar wenigen melancholischen Melodien einstellen. Großes Plus ist aber, dass "Anti-Humain" nicht eintönig oder langweilig rüberkommt, sondern immer wieder durch Zwischenspiele, auch mal Black Metal untypisches Gespiel auf der Gitarre, überrascht.

Mehr ist es dann aber leider nicht. Viel Monotonie, viel gewollt erdrückende Gitarren, oft schleichendes Tempo, wenige Eruptionen, akzeptables aber nicht vor Emotionen platzendes Geschrei und eine vernünftige Produktion runden "Anti-Humain" ab. Ein ganz ordentliches Debüt, das allerdings abseits jener Sparte des Depressiven Black Metal kaum jemand interessieren dürfte. Trotz allem, ordentliche Platte, die sich ein wenig ins obere Mittelfeld drängen kann.


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