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CD-Review, 1328 mal gelesen, 21.08.2012 Wertung 07/10

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CD-Review

I Speak Of The Devil

Artikel veröffentlicht am 03.08.2009 | 3077 mal gelesen

Es gibt einen gewichtigen Unterschied zwischen altmodisch und retrospektiv. Altmodisch sind die vielen (ZU vielen) Bands, die in Staubsauger-Gitarren (die noch dazu immer die gleichen ausgelutschten Riffs spielen – wenn man das überhaupt hören kann), pappigen Drums, klischeeüberladenen Texten und Reverb-Overkill die ultimative Bösartigkeit sehen. Retrospektiv dagegen sind Bands wie die Briten BLUTVIAL, die mit "I Speak Of The Devil" ihre Debut-Langrille vorlegen: In den acht teils sehr ausladenden Stücken gelingt es dem Duo nämlich, den schwarzmetallischen Geist der frühen Neunziger einzufangen, ohne angestaubt oder gar – da haben wir’s – altmodisch zu klingen.

Die Riffs stehen zwar unüberhörbar in der Tradition des norwegischen Black Metals alter Schule und sind nicht ohne Grund sehr höhenlastig ausgefallen. Dass sie ihr eigenes Gesicht dennoch fratzenhaft in seltsamen, seltsam fiesen Harmonien zeigen, ist dem recht differenzierten Gitarrensound zu verdanken. Die Drums rumpeln darunter angenehm tiefenlastig und haben nichts gemein mit den Nähmaschinen-Drums diverser schlechter Solo-Projekte. Auch der Bass ist gut hörbar und verleiht den Songs den nötigen Wumms, während die Vocals sich in ihrer verzerrten, unmenschlichen Art mit den Gitarren den Wettkampf um die fieseste Facette BLUTVIALs liefern.

Kurzum: "I Speak Of The Devil" ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die den Black Metal angesichts der Stagnation, die seit einigen Jahren in diesem Genre um sich greift, gern totsagen. BLUTVIAL zeigen auf beeindruckende Weise, wie frisch und herrlich böse man 2009 mit Neunziger-Schwarzmetall klingen kann. Und an dieser Stelle möchte ich auch kurz darauf hinweisen, wer dahinter steckt: Niemand geringeres als CODE-Gitarrist Andy "Aort" McIvor, der hier zusammen mit Ewchymlaen (u.a. REIGN OF EREBUS) eine etwas geradlinigere Black Metal-Variante wählt. Das Resultat spielt zwar nicht ganz in einer Liga mit CODE (was wohl auch daran liegt, dass solche Kaliber wie Vicotnik und Kvohst bei BLUTVIAL fehlen), aber wer kann sonst schon von sich behaupten, zwei richtig geile Alben in einem Jahr veröffentlicht zu haben?


Kommentare
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erik
melden Wertung 07/10 erik | 03.08.2009 | 01:00 Uhr

ich wollte nur kurz die rezi kommentieren, nicht so sehr die platte. wer black metal stagnation vorwirft oder ihn für tot erklärt, hat keine ahnung, wovon er spricht. im black metal passiert anno 2009 so viel wie seit über zehn jahren...