Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

Amazon-Empfehlung
Reviews der Band
Christ Agony - Condemnation

Christ Agony

"Condemnation"
CD-Review, 810 mal gelesen, 15.02.2012 Wertung 05/10

Metal.de auf Facebook
Ähnliche Artikel
news

Hour Of Penance

Die italienische Technical Death-Metal-Band HOUR OF PENANCE steht mit "Regicide" am Startblock,...
CD-Review

NocturN

Artikel veröffentlicht am 27.10.2011 | 1731 mal gelesen

CHRIST AGONY gehören zwar seit knapp 20 Jahren zum Stamminventar der polnischen Metalszene, zum großen Durchbruch hat es aber nie gereicht. Dazu haben Ende der Neunziger schwache Alben wie "Elysium" und "Trilogy" beigetragen, deren Stilmischmasch letztlich niemanden so recht überzeugen konnte und die Band ins Abseits beförderte. Schlimmer noch: 2005 wagte die Band (deren einzige Konstante Frontmann Cezary "Cezar" Augustynowicz an Mikro und Gitarre ist) einen halbherzigen Neuanfang, benannte sich in UNION um und veröffentlichte das Album "Christ Agony". Nachvollziehbar?

Nicht ganz. Nachvollziehbarer ist da sicherlich der Schritt, seit 2007 wieder unter dem Namen CHRIST AGONY zu agieren und dem alten Sound ihrer ersten drei Werke zu frönen: Düsterer, melodischer und ungeschminkter Black Metal ohne Keyboards, mal schleichend, mal schleifend. Und diesen Weg geht das Trio auf "NocturN" unbeirrt weiter. Der erste Eindruck: So hätte der Nachfolger von "Moonlight – Act III" klingen sollen, und nicht wie das viel zu kompakte "Darkside". Hier regieren wieder schrammelnd-melodische Gitarrenriffs und selbst in Höchstgeschwindigkeit merkwürdig schleppende Rhythmen. Dazu gesellt sich der heisere Gesang von Cezar, der manchmal durch Sprechpassagen gedoppelt oder ergänzt wird. Die Riffs sind gleichsam schlicht wie elegant, und häufig setzt die Band das Stilmittel der Wiederholung ein – ohne allerdings zu langweilen. Dadurch erreichen CHRIST AGONY jene beschwörende Wirkung, die schon ihre Frühwerke ausgezeichnet hatte.

Von den Songs stechen sicherlich "The Stigma Of Hell" und "Silent Gods Of Darkness" am meisten hervor, aber eigentlich ist das nebensächlich, denn seine Wirkung erzielt das Album durch das Zusammenspiel aller Songs. Kurzum: "NocturN" ist ziemlich intensiv und ziemlich gut geworden, fast so gut wie dereinst der dritte Akt. Darauf zünde ich jetzt erstmal eine schwarze Kerze an.


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen: