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Thornography

Artikel veröffentlicht am 10.10.2006 | 12855 mal gelesen

Der 13. Oktober dürfte für viele Fans der Band um Kreischmaschine Dani Filth einem Feiertag gleichen. Denn an diesem Tag werden sich ein weiteres Mal die Höllentore öffnen, um die mittlerweile siebente Ausgeburt der Engländer unter das irdische Volk zu pflanzen.

CRADLE OF FILTH hatten bis dato nie enttäuscht, was sich schließlich auch in einer Grammy Nominierung für "Nymphetamine" auszahlen sollte. Um es gleich vorweg zu nehmen, "Thornography" steht dem Vorgänger in Nichts nach und übertrifft ihn in weiten Teilen sogar. Rein subjektiv betrachtet litt "Nymphetamine" ein wenig an der gewaltigen Inszenierung, die zwar die Songs oft mächtig intoniere, aber den essenziellen Kern, die für CRADLE OF FILTH typische musikalische Individualität, ersticken ließ.
Auch "Thornography" setzt auf dieses Element, ist jedoch weit weniger dominant und wirkt eher als Katalysator für die pedantisch arrangierten und durchdachten Stücke. "Thornography" greift endlich wieder ein fast verloren geglaubtes Element auf, das bis heute fast nur noch auf diversen Shirts zu bewundern war.
Der neue Silberling verkörpert das einst erschaffene vertonte Horrorszenario wieder in seiner ureigenen Form und kokettiert durch das wesentlich variabler ausgefallene Sangesbild des Dani Filth, der mal mystisch, mal hypnotisierend, mal völlig entfesselt seine Stimme um das größtenteils bitter böse und beängstigende musische Grundgerüst spinnt.
CRADLE OF FILTH sind variabler denn je und reduzieren sich nicht mehr auf den oft diskutierten Bombast und wagen gar beim starken "The Byronic Man" Experimente mit HIM-Fronter Ville Valo.
"Thornography" lebt von vielen Tempowechseln und gießt oft zu hörendes Maiden-Riffing in einen Schmelztiegel der Extreme, in dem es zu einem finsteren Horrorszenario erstarrt.

CRADLE OF FILTH legen nach kurzem Zwischentief die Messlatte erneut ein Stück höher und manifestieren ihre Stellung eindrucksvoll. Man darf gespannt sein, wie man in Norwegen auf das Werk der Jungs aus Sussex reagieren wird.


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melden Wertung 08/10 Deleted User | 14.10.2006 | 01:00 Uhr

Stimme der Review in allen Punkten überein! Letztendlich hat mir Nymphetamine einen Schuss besser gefallen.  

melden Wertung 03/10 Deleted User | 23.10.2006 | 01:00 Uhr

Ich fand bis jetzt JEDES CoF album hammergeil (außer vielleicht Dusk And Her Embrace das war so mittelmäßig) und das beste war für mich Nymphetamine. Das das hat sich mit Thornography geändert!! Das Intro und Dirge Inferno...  

melden Wertung 08/10 Deleted User | 24.02.2007 | 01:00 Uhr

Kann mich der Review nur anschließen. Sehe ich exakt genauso. Was ich noch loswerden wollte: Die Platte ist nicht keineswegs schlecht; nur etwas anders als das was man CoF sonst so gewöhnt ist.  

hackfin
melden Wertung 05/10 hackfin | 26.06.2007 | 01:00 Uhr

Die Puste ist raus.  

melden Wertung 08/10 Deleted User | 05.02.2008 | 01:00 Uhr

Hier scheiden sich die Geister. Generell hab ich nichts gegen einen clean singenden Dani. Bei "Cemetery and Sundown" und "The Byronic Man" klingt das ja auch ganz gut. Aber "Tonight in Flames" beispielsweise klingt...  

melden Wertung 09/10 Deleted User | 31.07.2010 | 01:00 Uhr

Ich weiß nicht, wie lange es gedauert hat bis mir die CD gefallen hat, aber es waren mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate, in denen ich die CD immer wieder für mehrere Tage ins CD-Fach getsellt und nicht angehört habe. Thornography...