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CD-Review

A Place To Call My Unknown

Artikel veröffentlicht am 22.06.2011 | 2375 mal gelesen

Überraschungen sind immer am Schönsten, wenn man tatsächlich rein gar nichts erwartet und man dann absolut positiv getroffen und überzeugt wird. Im Falle von CULT OF ERINYES ist genau dieser Fall eingetreten. Mit dem Hinweis auf Ritual Black Metal lege ich ihre erste vollständige Scheibe "A Place To Call My Unknown" ein und fühle mich bereits nach wenigen Tönen äußerst angenehm erwischt. Wendet man den Blick vom meiner Meinung nach etwas vom musikalischen Thema ablenkenden und somit nicht ganz stimmigen Cover ab und betrachtet nur die Musik, haben wir es hier mit einem kleinen Feuerwerk aus wahrhaft dunkler musikalischer Magie zu tun.

Mit viel düsterem Ambiente prügeln und zelebrieren CULT OF ERINYES ihre Songs ins Gehirn des Hörers, besinnen sich aber auch immer wieder auf melodische, atmosphärisch stimmige Passagen, die das gewise Etwas vermitteln. Der gesamte Eindruck ist vielseitig, selbst wenn die Band ein relativ eng gestrecktes Spektrum des Black Metals bedient. Dafür reizen sie wirklich viele Facetten des Genres aus und dürften somit das weite Interesse von Anhängern der meisten Black-Metal-Abarten wecken.

Auch das fantastische Kreisch- und Fauchorgan des Sängers bewirkt sein Übriges. Die Stimmung auf "A Place To Call My Unknown" ist musikalisch sehr dicht und packend. Alles greift ineinander und ergänzt sich. Genial ist die bereits erwähnte Kombination aus atmosphärischen Midtempoparts und schnellem Gehämmer, das jedoch nie übertrieben oder gekünstelt wirkt. CULT OF ERINYES haben hier ein nahezu optimales Lot der von ihnen benutzten Stilelemente gefunden und ein wirklich starkes Stück Musik aus dem dunklen Schlund der Erde gespuckt.


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