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CD-Review

Portrait Of Extinction

Artikel veröffentlicht am 09.06.2011 | 3570 mal gelesen

Manchmal hat man als Schreiberling das Glück, dass sich die ein oder andere nicht geplante Platte auf dem Schreibtisch einfindet. Umso erfreulicher ist es dann auch, wenn man nach dem ersten Hören vergnügt feststellt, dass es sich dabei auch um Musik handelt, mit der man sich anfreunden kann. So auch im hier vorliegenden Fall von CYNICISM, einem Projekt, welches als Ventil für Mastermind S.´s düstere Visionen der Vernichtung dient. Dabei wird die vertonte Apokalypse sogar noch gratis an alle Interessierten verteilt. Wenn das kein Service ist!

Bei “Potrait Of Extinction“ handelt es sich bereits um den dritten Streich des Münchners. Dabei greift der werte Herr auch auf so manche illustren Gastmusiker wie beispielsweise Björn Daigger (Ex-MAJESTY) zurück, um der Musik den entsprechenden Stempel aufzudrücken. Im Großen und Ganzen bewegen sich CYNICISM zwischen düsterem Death, ein wenig Doom und Black Metal, wobei die Musik vorwiegend im Midtempo-Bereich angesiedelt ist und durch schleppend anmutende Teile gekonnt aufgelockert wird. Man merkt vom ersten Takt an, dass hier großer Wert auf Atmosphäre gelegt wird und somit muss der geneigte Hörer auf schnelllebige, großartig eingängige Stücke verzichteten. Ganz nach dem Motto “Leichte Kost findet man wo anders.“, baut S. auf ausufernde, tief gehende Songs und bringt dadurch die einzelnen Facetten seiner Musik ausgiebig zur Geltung. Dies gibt der Musik die nötige Portion Intensität, um sich als Hörer innerhalb des Klangkosmus fallen lassen zu können, geht jedoch im Laufe der Zeit ein wenig zu Lasten der musikalischen Abwechslung. Allerdings ist dies nicht weiter schlimm, denn Stücke wie “Perverted Rituals“ oder das extrem ruhige und verträumte “Silent Steps“ entschädigen dafür gebührend. Mit “Demon-Ridden“ gibt es sogar einen wahren Hit zu verzeichnen, welcher alle Trademarks der Band gekonnt verbindet und zu einem gewaltigen Hassbrocken heranwachsen lässt. Mit “March To Death“ wird “Potrait Of Extinction“ gebührend zu Ende geführt, wobei dieser Song wie eine gekonnte Huldigung an MY DYING BRIDE klingt, und das ganz ohne als Plagiat zu wirken.

CYNICISM ist mit “Potrait Of Extinction“ wahrlich ein guter Wurf gelungen, lediglich könnte man noch ein wenig die Abwechslung und Dynamik der Songs zueinander steigern. Fans von düsterem Death Metal sollten aber mal unbedingt ein Ohr riskieren. Wer bei dem Preis nicht zuschlägt, ist selber schuld!


Kommentare
Kommentar schreiben Leserwertung: Wertung 06/10




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Deadnight-Warrior
melden Wertung 06/10 Deadnight-Warrior | 11.07.2011 | 19:12 Uhr

Hat mich persönlich nicht ganz so umgehauen. Auch das Genre finde ich hier etwas unpassend gewählt, wäre meiner Meinung nach eher so etwas wie Death-Doom Metal. Aber nun zur Musik: Das Album hat meiner Meinung nach recht abwechslungsreiche gute...