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Return To Deep Lethargy

Artikel veröffentlicht am 13.09.2012 | 2069 mal gelesen

Melancholischer Rock geht richtig gut momentan. KATATONIA verdrängen dieser Tage mit ihrer aktuellen Platte weltweit die Popsternchen aus den Charts, und überhaupt schießen passend zur kommenden düsteren und feuchten Jahreszeit einige missgelaunte Pilze aus dem Boden. DANTALION, mittlerweile auch schon mit ihrer vierten Platte unterwegs, reihen sich da nahtlos ein. Leider nur im unteren Mittelfeld.

Obwohl die spanische Band ursprünglich aus dem Pagan/Black-Sektor kommt, war schon spätestens auf dem 2010er-Vorgänger "All Roads Lead To Death" absehbar, dass DANTALION eine ähnliche stilistische Wandlung anstreben würden wie ihre italienischen Kollegen FORGOTTEN TOMB. Diese Metamorphose ist auf "Return To Deep Lethargy" so gut wie abgeschlossen. An Black Metal erinnern hier nur noch die schrammeligen Rhythmusgitarren und vereinzelt die allerdings recht moderaten Blast Beats. Die zu sehr an Kvarforths affektierte Stimmakrobatik angelehnte Gesangsleistung von (mittlerweile ex-)Sänger Sanguinist drückt DANTALION noch weiter in den Depressive/Suicidal-Black Metal-Sektor hinein.

Davon abgesehen bewegt sich "Return To Deep Lethargy" - leider zu sehr in Einklang mit seinem Titel - in gemäßigten und deutlich vom Doom geprägten Gefilden, in denen eine überpräsente KATATONIA-Leadgitarre das Geschehen beherrscht. Das soll melancholisch sein, ist es vielleicht auch in den ersten ein, zwei Songs. Danach wiederholt sich das Album gefühlt in einer Endlosschleife. Höhepunkte irgendwelcher Art konnte zumindest ich nicht entdecken, selbst das ausleitende KATATONIA-Cover "Murder" ist bestenfalls durchschnittlich. Vereinzelte nette Parts (z.B. in "Until My Time Comes" oder "The End Of The Path") gleichen die ansonsten allzu gleichförmigen Songs leider nicht aus.

Allgemein wirkt das Album wie mit angezogener Handbremse eingespielt (oder zu starr an einem teilweise viel zu trägen Klicktrack entlang). Die Produktion ist in Ordnung, strahlt aber absolut keinen Charakter aus und krankt mitunter einfach an fehlendem Biss. Das ist für ein viertes Album zu wenig und lässt vermuten, dass die mittlerweile zum Duo geschrumpften DANTALION ihren ohnehin nicht gerade everestartigen Zenit schon vor spätestens drei, vier Jahren überschritten haben.


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