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Dark End - Assassine

Dark End

"Assassine"
CD-Review, 2953 mal gelesen, 05.03.2010 Wertung 08/10

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CD-Review

Grand Guignol – Book I

Artikel veröffentlicht am 19.06.2012 | 873 mal gelesen

Symphonic Horror Metal, so betiteln DARK END ihre eigene Musik. Die Italiener haben bereits mit Genregrößen wie ROTTING CHRIST und SAMAEL auf einer gemeinsamen Tour die europäischen Bühnen unsicher gemacht und kündigen für ihr neues Album "Grand Guignol – Book I" eine Verfeinerung des eigenen Stils an. Man darf also gespannt sein.

Die selbstgewählte Genrebezeichnung weckt natürlich im ersten Moment Erinnerungen an CRADLE OF FILTH, und tatsächlich weißt die Musik der Schwarzmetaller einige Parallelen zu "Damnation And A Day" auf. DARK END bieten kaltherzigen Black Metal, der mit vielen Blastbeats, nordischen Gitarrenläufen, die mal harmonisch, mal dissonant sind und mit einem fies keifenden Vocalisten aufwartet. Untermalt wird dieser recht traditionelle Aufbau von einer ganzen Menge orchestralen Bombasts. Diese Mischung funktioniert gut und ist geprägt von vielen Stimmungswechseln und dramatischen Spannungsbögen, aber schnell werden hier Ähnlichkeiten zu der Truppe um Dani Filth offenkundig. Diese Ähnlichkeit mag man je nach seinem persönlichen Geschmack unterschiedlich bewerten, objektiv betrachtet ist sie aber der einzige wirklich gravierende Kritikpunkt an dieser Scheibe. Die Kompositionen sind durchdacht und ausschweifend, die Instrumente klingen vielleicht etwas zu glatt, dafür aber wirklich fett und der Gesang ist allererste Sahne. Die theatralischen Orchesterklänge sind sicherlich nicht jedermanns Sache, fügen sich aber gut ins Klangbild ein.

Das alles wäre eine absolute Topplatte, käme es einem nicht irgendwie ständig so bekannt und damit vorhersehbar vor. Dies ist nicht unbedingt negativ zu verstehen, "Grand Guignol – Book I" ist eine wirklich gute Black Metal Scheibe, die auf jeden Fall in den oberen 20 Prozent des Genres einzuordnen ist. Das Einzige, was DARK END noch zu einer Topwertung fehlt, ist eine wirklich eigene Identität, die leider die gesamte Spielzeit über nicht zu finden ist. Fans von CRADLE OF FILTH und Ähnlichem können hier jedoch, wie es der ein oder andere Schlaufuchs vielleicht schon geahnt hat, bedenkenlos zugreifen.


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