Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

Amazon-Empfehlung
Reviews der Band
Darkened Nocturn Slaughtercult - Necrovision

Darkened Nocturn Slaughtercult

"Necrovision"
CD-Review, 3554 mal gelesen, 18.01.2013 Wertung 08/10
Darkened Nocturn Slaughtercult - Saldorian Spell

Darkened Nocturn Slaughtercult

"Saldorian Spell"
CD-Review, 3703 mal gelesen, 09.11.2009 Wertung 08/10
Darkened Nocturn Slaughtercult - Evoking A Decade

Darkened Nocturn Slaughtercult

"Evoking A Decade"
CD-Review, 3747 mal gelesen, 22.05.2008 Wertung 08/10

Interviews der Band
Darkened Nocturn Slaughtercult
Vorabinterview zum kommenden Album "Necrovision"
2789 mal gelesen, 15.10.2012
Darkened Nocturn Slaughtercult
Darkened Nocturn Slaughtercult
8047 mal gelesen, 23.11.2006

News der Band

23.08.2009

Nach vier Alben unter eigener Regie haben sich die nordrhein-westfälischen Black Metaller von DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT für einen...

29.07.2008

Nach langer Wartezeit ist nun das aktuelle Album "Hora Nocturna" der deutschen Black Metaller DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT als Gatefold-LP...


Metal.de auf Facebook
Ähnliche Artikel
So war das Breeze 2012: Das meinen die Fans, das meint die Redaktion Live-Review

Summer Breeze

Das 15. Summer Breeze ist bereits seit guten drei Wochen Geschichte, und trotzdem schwelgen wir...
Der große Festivalbericht 2012 Live-Review

Party.San Open Air

In seine 17. Runde geht in diesem Jahr das Party.San Festival. Zum zweiten Mal findet das...
Bericht vom Metalcamp 2010 mit u.a. Obituary, Six Feet Under, Dark Tranquillity, Immortal, Finntroll, Cannibal Corpse, Paradise Lost, Sabaton Live-Review

Metalcamp

Hell over Paradise – wenn's der Almöhi richtig krachen lässt... Stromgitarren-Fraktion hält...
Drei neue Bands für 2015! news

Party.San Open Air

Das Party.San Metal Open Air gehört insbesondere für Extreme-Metal-Freunde zu einem der...
CD-Review

Hora Nocturna

Artikel veröffentlicht am 07.11.2006 | 6224 mal gelesen

Nachdem DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT in den letzten Wochen ja eher wegen ihres Fernsehinterviews bei Arte im Gespräch waren, weniger auf Grund ihrer Musik, legt die düstere Priesterschaft zum rechten Zeitpunkt das vierte Album vor. Glücklicherweise gehören DNS zu denjenigen Black-Metal-Bands, deren Stärken nicht im Dummdieklappeaufreißen liegt, sondern eher in der Darbietung ihrer Stücke.

Auf "Hora Nocturna" finden sich derer acht, wovon eines, das Titelstück, als nicht vollwertig zumindest für mich ausscheidet. Ich rechne einer Band stets hoch an, wenn sie zu ihren Überzeugungen und zu ihrem Lebensstil (oder Image, je nachdem) steht - mit jenem Track "Hora Nocturna" haben DNS allerdings einen verdammten schwarzen Bock geschossen. Vier Minuten lang Windspielgeklimper, ritueller Eintonchor, Trommeln, dazu Beschwörungsformeln mit mächtig Kathedralenhall - das war schon vor zehn Jahren hart an der Grenze zur spiritistischen Lächerlichkeit. Okkultismus hatte schon immer zu viel Pathos und zu wenig Durchschaubarkeit für Außenstehende, aber in diesem Fall ist der Track nicht nur nervig und kitschig, sondern zerstört auch den Fluss des Albums. Schade.

Was sich sonst auf dieser Scheibe findet ist nämlich ein durchaus völlig anderes Kaliber. Der Opener "Das All-Eine" ist schnörkellos, fräst sich mit seinem bestechenden Mainriff gnadenlos ins Trommelfell und überzeugt vor allem durch eine spontane und nachvollziehbare Einfachheit, die Black Metal heute zu oft fehlt. Da finden wir ein pumpendes Drumkit, das Fenriz' alter Prämisse "das Schlagzeug ist völlig unwichtig, Hauptsache, es ist da!" alle Ehre macht und genug Platz für die wuchtig sägenden Gitarren lässt. An denen zeigt sich, dass DNS in den fast zehn Jahren ihrer Existenz Profil und eigenen Ausdruck entwickelt haben. Die Riffs sind zwar typisch für nordisch-rasenden Black Metal, verraten aber in so manchem Break oder Detail interessante Feinheiten. Gleiches gilt für den gut eingesetzten Bass, der sparsam, aber effektive mit netten Alleingängen Akzente setzt. Schön ist auch, dass sich der Vierer trotz aller Tradition sparsam an die Arbeit mit Akustikgitarren, Synthesizern und ambienten Klängen gewagt hat.
In den Glanzmomenten des Albums, wenn Drummer Horrn richtig in die Felle drischt und Frontfrau Onielar sich die Stimmbänder wund schreit, erinnert "Hora Nocturna" angenehm an IMMORTALs "Pure Holocaust" und vor allem (in den Vocals) an BEHEMOTHs Klassiker "Sventevith" und "Grom" - mit ein bisschen mehr rockiger Bewegung vielleicht. Im Ganzen ist die Platte, wie schon gesagt, allerdings erstaunlich eigenständig und kommt nahe an die Livegewalt der Band heran.

Dass es für "Hora Nocturna" nicht für eine höhere Wertung reicht liegt daran, dass kein einziges Stück neben eben jenem "All-Einen" herausstechen kann. "Tempestous Sermonizers Of Forthcoming Death" kommt nahe heran, ist aber ungestümer, fast thrashig und lässt die sonst oft durchscheinende "epische" Komponente der Musik vermissen. Bei allen weiteren Stücken hört man - Black Metal. Einfach nur Black Metal, meist im oberen Tempobereich, ruppig und fantastisch druckvoll produziert, ohne Ausfälle, aber auch ohne wirklich herausragende Glanzpunkte. Dafür aber mit ganz viel Herz.
Das immerhin muss man DNS lassen: sie wollen nicht mehr als das, nicht mehr als schwarz/weiß da zu stehen, ihre Musik zu machen, dafür zu bluten und ansonsten in Frieden gelassen zu werden. Das finde ich völlig sympathisch und ok, und deshalb wollen wir ihnen das lassen und im Hinterkopf behalten, dass "Hora Nocturna" nicht für jeden Metalfan das Richtige sein wird.


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen:

melden Wertung 01/10 Deleted User | 14.03.2007 | 01:00 Uhr

Nee, wirklich nicht... Neulich habe ich ein Interview mit denen gesehen. Nun, schaut es euch doch selber an: http://www.youtube.com/watch?v=YbcRkk6gQCg Völlige Oberschwachmaten! Auch wenn die Musik noch so gut wäre (was sie aber nun mal...  

melden Wertung 10/10 Deleted User | 27.10.2008 | 01:00 Uhr

Ja genau, gar nicht in die Musik reinhören sondern nur die Band unsympathisch finden und deshalb die CD schlecht bewerten, so haben wirs gerne! Als Ausgleich dafür gibts 10 Punkte, obwohl die CD meiner Meinung nach "nur" 8-9...