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CD-Review

Duality Chaos

Artikel veröffentlicht am 18.03.2013 | 1202 mal gelesen

Was auf dem Papier als Mischung interessant klingt und obendrein noch ein sehr interessantes Cover-Artwork aufweist, sorgt bei mir zumindest für Neugierde, wenn nicht gar für gewisse Erwartungen. Dass ich gerne auch sehr skeptisch bin, schieben wir an dieser Stelle mal beiseite, denn "Duality Chaos" weckt weder negative noch positive Gefühle. Ich glaube, es gibt sogar wenige Bands, die mich so wenig bewegt haben wie DEATHRONIC heute.

Dabei ist es schon etwas dreist, bei nicht mal 25 Minuten von einem vollwertigen Album zu sprechen oder es als solches zu verkaufen. Gerade weil "Kalila Wa Dimna" sogar zwei Mal enthalten ist, in der zweiten Version allerdings ohne Vocals – ich glaube nicht, dass ich da mitsingen möchte. Egal, auch darüber kann man getrost hinwegsehen, denn "Duality Chaos" ist ein relativ harmloses Album geworden: Melodic-Death-Fragmente, ein bisschen simulierter Keyboard-Bombast und pseudo-arabische Einspieler, die wohl ein bisschen exotische Auflockerung ins Geschehen bringen soll. Das gelingt nicht ganz so gut wie die Gothic-Ansätze in "Anno 1423", ein tatsächlich ganz ordentlicher Song. Im Grunde macht Amine Andalous auch nicht allzu viel falsch, ja es ist sogar fast beeindruckend, wie harmonisch er die unterschiedlichen Einflüsse miteinander verknüpft und so ein durchaus stimmiges Gesamtbild erzeugt. Allerdings bleibt neben den paar netten epischen Arrangements (z.B. "Disharmonia Part II") auch nicht so viel Raum für wirklich stimmungsvolle Abschnitte.

Das große Problem an "Duality Chaos" bleibt aber, dass keiner der Bausteine wirklich neuwertig scheint. DEATHRONIC bedient sich nahezu durchgehend in der Vergangenheit, auch wenn er es durchaus geschickt verknüpft, bleibt wenig Platz für wirkliche Aha-Momente. So ist "Duality Chaos" auch nicht mehr als ein nettes, aber sehr farbloses Werk, dessen geringfügig aufkommenden guten Momente auch nicht für Begeisterung sorgen.

 


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