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CD-Review

Kronet I Svart Eld

Artikel veröffentlicht am 18.09.2012 | 1631 mal gelesen

Die Band heißt DØDSFALL, ihre EP "Kronet I Svart Eld" (zu Deutsch "Die Krone im schwarzen Feuer"), und auf dem Cover sieht man jede Menge brennender Kreuze. Klarer Fall, denkt man nun, die Band kommt aus Norwegen und spielt Black Metal.

Jedenfalls stimmt das fast. Letzteres kann man bedenkenlos unterschreiben, ersteres ist nur in Teilen richtig. Hinter DØDSFALL verbirgt sich der im norwegischen Bergen beheimatete Musiker V-REX (auch V-Rex oder Vassago Rex), der irgendwann einmal Mitglied bei ANCIENT war und auf AETERNUS' Demo "Walk My Path" die Rhythmusgitarre bediente. Bandgründer und Gitarrist Ishtar kommt jedoch aus Mexiko. Interessantes Detail, das man allerdings gleich wieder vergessen sollte. Denn musikalisch verortet sich das Trio im Mittneunziger-Black-Metal norwegischer Prägung und leicht melodisch angehaucht, wovon "Kronet I Svart Eld" deutlich Zeugnis ablegt.

Zum Beispiel der Opener "I Skuggans Famn", der wie ein vergessener Track von ANCIENTs Debütalbum klingt. Oder zum Beispiel "Mørkrets Sirkel", das nicht nur etwas nach alten RAGNAROK klingt. Womit auch schon die wichtigsten Referenzen genannt wurden, denn die restlichen drei Tracks bewegen sich allesamt in diesen eng abgesteckten Grenzen. Das klingt bei den beiden genannten Tracks auch wirklich gut, und gerade der Opener hat schöne Gitarrenhooks und –harmonien. Nur gibt es bei der Umsetzung gewisse Defizite: Die Drums kommen offensichtlich aus der Konserve und klingen auch so. Trotz Endarker-Produktion. Und warum man bei "I Skuggans Famn" unbedingt Necrosadist von SORCERY singen lassen musste? – Namedropping galore, aber das Gekrächze klingt doch ziemlich schwachbrüstig.

Bleibt die Frage der Fragen: Braucht die Welt diese Platte? Warum nicht – revolutionieren wird sie nichts, in Verruf bringen auch nicht. Wer sich also nach dem Sound alter ANCIENT und RAGNAROK sehnt, kann ruhigen Gewissens reinhören.


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