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Drottnar - Stratum

Drottnar

"Stratum"
CD-Review, 1403 mal gelesen, 24.10.2013 Wertung 06/10

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CD-Review

Anamorphosis

Artikel veröffentlicht am 20.08.2004 | 3216 mal gelesen Dieses Album ist echt böse. In vielerlei Hinsicht. Das fängt schon bei dem Pappschuber an. Bis man die zähe Pappe, die sich um das Jewelcase klammert, entfernt hat, ist entweder der schicke Kunstdruck dahin, weil Metaller es mit der Feinmotorik ja angeblich sowieso nicht so haben oder aber man ist dem Teil schon vorher mit der Schere an den Leib gegangen. Ich habe das Pappding nach stundenlanger Frickelarbeit sogar einigermaßen unversehrt entfernen können, bis mir der nächste Beweis für die Evilness dieses Albums entgegenkam: Schwarzer Druck auf schwarzem Grund! Wo andere Bands schon kläglich gescheitert sind, haben Drottnar das Problem eigentlich ganz gut gelöst, denn die Schrift glänzt ein wenig und hebt sich somit gut vom Grund ab. Es sieht sogar ein bisschen edel aus, wenn man von der Pappe-ähnlichen Struktur nicht schon genug hat und sich noch schmerzlich an die kürzlich gemachten Erfahrungen erinnert.
Legt man die CD ein, die erfreulicherweise nicht aus Pappe ist, bahnt sich schon der nächste Punkt auf der Evil-Liste an. Die Musik! Zwar sind mit vier Liedern auch gerade mal nur knapp 21 Minuten vertreten, diese können mich aber trotzdem überzeugen, dass wir es hier mit einer ganz interessanten Formation zu tun haben. Obwohl die Burschen aus Norwegen kommen, kann man ihnen nicht unbedingt nachsagen, dass sie typisch norwegischen Black Metal spielen. Natürlich gibt es Einflüsse der Urväter, aber ein Abspulen von längst Dagewesenem ist es nicht.
Über vier Song lässt sich jetzt nicht so dermaßen urteilen und davon ist der erste „nur“ ein zweiminütiges Intro, aber es wird mit einer großen Spielfreude zu Werke gegangen. Wenn man das denn so sagen darf bei einer Black-Metal-Band. Mein Favorit auf dieser Demo-CD ist „Sin Climax“, denn die Einschübe der Violine klingen sehr bedrohlichen und werten das Material sehr auf. Besonders gut finde ich, dass die Jungs eben gar nicht so böse wie möglich klingen wollen, sondern auch gerne in seichteren Gefilden ihr Unwesen treiben und lieber ihr Können an den Instrumenten unter Beweis stellen. Die Mischung aus schnellen und langsameren Momenten aber macht es und das können sie perfekt. Ich warte gespannt auf den ersten Longplayer, aber diese Demo-CD hat Appetit auf mehr gemacht.
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