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CD-Review

Blood On Snow

Artikel veröffentlicht am 11.09.2010 | 2681 mal gelesen

Der Zweite Weltkrieg forderte rund 60 Millionen Menschenleben. Von totalitären Ideologien geprägt, sahen sich die Menschen im Kriegsalltag mit zahlreichen Verbrechen und systematischen Übergriffen konfrontiert. Kein anderes Ereignis des 20. Jahrhunderts hat mehr Leid über die Menschheit gebracht als der Vernichtungskrieg vor 65 Jahren. Fast schon pietätlos muss es daher anmuten, dass sich ausgerechnet eine Black-Metal-Band diesem Thema annimmt. Doch das Interesse am Zweiten Weltkrieg äußert sich für EASTERN FRONT nicht in Form von Kriegsverherrlichung oder im plakativen Spiel mit dem Bösen, sondern vielmehr in einem Versuch zu verstehen, wie die Menschen jener Zeit gelebt haben und mit welchen Schwierigkeiten und Grauen sie zu tun hatten.

Das Quintett aus Ipswich verarbeitet auf ihrem Debüt bestimmte Eindrücke auf emotionaler Ebene, die sich nicht nur lyrisch äußern, sondern auch entsprechend musikalisch darstellen: Es fließen immer wieder melodische und atmosphärische Elemente in traditionell gespielte Songs ein, die sich sowohl im blastenden Uptempo als auch in hymnischen Geschwindigkeitsbereichen bewegen, während Nagant nicht nur mit hysterischem Gekeife überzeugt, sondern auch mit tiefen Growls oder vereinzelt gesprochenen Passagen für nachvollziehbare Atmosphäre sorgt. Auch die mehrfach verwendeten Samples mit Geräuschen und Stimmen aus verschiedenen Kriegssituationen, wie zum Beispiel im extrem schwermütigen, von Les Smith (ANATHEMA) und Brian Moss (DFA) für dieses Album geschriebenen Titel "Dvenadtzat Kilometrov Ot Moskvy", passen hervorragend ins Konzept.

Obwohl "Blood On Snow", das von Andy LaRocque in den Sonic Train Studios aufgenommen und von Anders Backelin (LORD BELIAL) etwas zu drucklos produziert wurde, kein Konzeptalbum im herkömmlichen Sinne ist, empfiehlt es sich dennoch diesen Longplayer vom Anfang bis zum Ende zu hören, um die dramaturgische Darstellung des Kriegsalltags und die stetig steigende Atmosphäre, die zum Schluss im epischen "Where Warriors Once Fell" mündet, aufnehmen und verarbeiten zu können. Den Briten ist mit "Blood On Snow" insgesamt ein großartiges, abwechslungsreiches Debütalbum gelungen, das nur wenig Angriffsfläche für Kritikpunkte bietet.


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