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Ein ewiges Bild

Artikel veröffentlicht am 07.01.2011 | 2842 mal gelesen

Schwierig schwierig... ich bin ja sonst immer einigermaßen aus dem Häuschen, wenn wieder eine neue Zeitgeister-Veröffentlichung eintrudelt - aber irgendwie bleibt dieser Effekt im Fall der zweiten EKPYROSIS-Veröffentlichung "Ein ewiges Bild" aus. Gut, ich war auch von "Mensch aus Gold" nicht gerade begeistert, aber da war der "Erwartungsdruck" der Zeitgeister auch noch nicht hoch, was "Ein ewiges Bild" schon einen enttäuschenden Beigeschmack verleiht.

Keine Sorge: "Ein ewiges Bild" ist keineswegs schlecht, ganz bestimmt nicht! Aber die neun unbetitelten Songs schaffen es eben nicht, mir das von den ISLAND- oder KLABAUTAMANN-Veröffentlichungen bekannte "Wow!" zu entlocken.

Aber ich werde am besten konkreter. "Ein ewiges Bild" bietet in gut vierzig Minuten überraschend traditionelles Schwarzmetall, das sich von doomigen Abschnitten bis zu moderaten Blasts durch alle Geschwindigkeitsbereiche bewegt. Die Schlagzeugarbeit ist souverän und unauffällig, die Gitarren beackern weitgehend die für Norsecore üblichen Gefilde und weisen nur hier und da mal ein paar harmonische Extravaganzen auf. Was ich mir bei manchen Bands vergeblich wünsche, ist mir hier aber einfach zu wenig.

Dafür tobt sich der unbekannte Musiker hinter EKPYROSIS in den stimmlichen Darbietungen aus: Black Metal-Gekreische, gesprochene Passagen, Chöre, die mich an das wunderbare WONGRAVEN-Album erinnern, NDH-Vocals im Stil von Alex Krull zu "Werk 80"-Zeiten. Letztere sind zwar nicht so meins, aber ich erkenne durchaus die Bemühungen EKPYROSIS' an. In Anbetracht der teils arg plakativen Texte - auch so ein für die Zeitgeister untypisches Merkmal - vermute ich mal, dass meine fehlende Begeisterung dem Herren sowieso an einem nicht näher zu benennenden Körperteil vorbei geht.

Bleibt festzuhalten, dass "Ein ewiges Bild" ein souveränes Black Metal-Album ist, welches bei mir zwar nicht auf fruchtbaren Boden fällt, aber ohne Zweifel zu den besseren Veröffentlichungen dieses Genres zählt und daher auch seine Hörer finden wird.


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