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Netherworld Emissions

Artikel veröffentlicht am 28.10.2011 | 884 mal gelesen

Besonders interessant sind Splits für mich immer dann, wenn entweder ein spannendes Kontrastprogramm oder zwei Bands geboten werden, die sich auf eine interessante Art und Weise ergänzen. Bei der vorliegenden Split "Netherworld Emissions" handelt es sich jedoch wieder um einen dieser etwas ermüdenden Fälle, in denen zwei solide, annähernd artverwandte Bands ohne größere Überraschungen ihre Musik darbieten. Auch wenn EMPHERIS eher zwischen Melodic-Death-, Black und Thrash-Metal angesiedelt sind während CRYPTIC RITES thrashigen Death Metal spielen, ähneln sich die beiden Bands doch auf eine gewisse Weise.

EMPHERIS gehen mit ihrer thrashig angehauchten Mischung aus frühem DISSECTION-Sound und klassischeren Black-Metal-Elementen ganz gut ins Ohr und arbeiten auch in instrumenteller Hinsicht einwandfrei. Solange man sich in seiner Erwartungshaltung nicht auf Weltbewegendes einstellt, gibt es wirklich keinen Grund zur Klage. Die Death-Metal-Kost von CRYPTIC RITES ist auch nicht übel, aber auch hier gilt dasselbe wie für ihre Kollegen: es fehlt an eigenen Noten, Akzenten und Ansätzen von großen Ideen. Ordentlich heruntergespulte Flitze-Riffs, rumpelnde, mit Thrash Metal versetzte Midtempo-Passagen, Growls... Alles in einer Qualität, die in Ordnung ist, aber einen wirklich nicht vom Sessel reißt. Bei der Darbietung ihrer Songs stellen sich beide Bands ganz gut an, hängen bleibt jedoch aufgrund des eher lahmen Eigengeschmacks relativ wenig.

Als dezente Musik für nebenher erfüllt "Netherworld Emissions" seine Pflicht, wagt sich jedoch keinen Schritt über die selbstabgesteckte Mittelmäßigkeit hinaus. Wenn man nicht mehr erwartet, kann man an der grundsoliden Musik auf "Netherworld Emissions" seine Freude haben, oder man sucht eben nach etwas Aufwühlenderem. Ob man das wirklich braucht, muss man letztendlich wie bei jeder Durchschnittsveröffentlichung selbst entscheiden.


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