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The Beauty Of Chaos

Artikel veröffentlicht am 06.05.2012 | 1662 mal gelesen

Die Schönheit des Chaos versuchen  ETERNAL DEFORMITY auf ihrem neuen und mittlerweile fünften Album nach fast 20-jährigem Bandbestehen zu beschreiben. Und da sich dieses Vorhaben nur schwer in ein musikalisches Korsett zwängen lässt, beackern die Polen die verschiedensten Genres, werfen Elemente aus symphonischem Black und Doom Metal, Gothic, Avantgarde, Industrial, Progressive und Atmospheric Rock zusammen und versuchen, diese Einflüsse zu einem stimmigen Gesamtwerk zu verbinden.

Dies gelingt ihnen jedoch leider nur mit wechselndem Erfolg und das aus verschiedenen Gründen. Zum einen bestehen die Songs meist aus vielen, sehr verschienene Parts und auch die Titel untereinander sind sehr unterschiedlich, sodass es das Gesamtwerk “The Beauty Of Chaos” eigentlich gar nicht gibt. Man könnte den Polen zwar zu Gute halten, dass sie sehr abwechslungsreich und variabel klingen und auch keinesfalls langweilig werden, doch einige Einflüsse driften stilistisch so weit auseinander, dass kein noch so geschickter Übergang sie wirklich verbinden kann und aus dem Album letztendlich eine Aneinanderreihung vieler einzelner Passagen wird, was den Hörfluss und damit auch den Hörgenuss natürlich deutlich schmälert. Zum anderen sind die Parts nicht nur stilistisch, sondern auch qualitativ sehr verschieden, denn einige Genres stehen den Polen wirklich gut zu Gesicht, in anderen stellen sie sich weniger gut an. So funktionieren beispielsweise die stimmungsvollen, melancholischen Doom/Rock-Passagen, die hier und da an AMORPHIS und, treffen sie mit Industrial-Elementen zusammen, sogar an PAIN erinnern, ziemlich gut, wohingegen die mit zuweilen sehr kitschigen Keyboards ausgestatteten Black Metal-Parts, bei denen sich ETERNAL DEFORMITY wohl an Bands wie CRADLE OF FILTH oder auch TARTAROS und LIMBONIC ART orientiert haben, teilweise etwas unbeholfen wirken.

Diese Black Metal-Parts machen jedoch nicht den Großteil des Albums aus, sondern werden nur hier und da eingestreut, um dem Album mehr Biss zu verleihen, und sind deshalb eher als kleinere Ausreißer nach unten anzusehen, wohingegen die coolen Doom- und Rock-Parts doch deutlich überwiegen. Das ist schließlich das Züngelchen an der Waage, das  “The Beauty Of Chaos”, zusammen mit der enormen Eigenständigkeit der Band, alles in allem knapp über den Durchschnitt hebt.


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