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Fester - A Celebration Of Death

Fester

"A Celebration Of Death"
CD-Review, 3744 mal gelesen, 27.03.2012 Wertung 08/10
Fester - Winter Of Sin

Fester

"Winter Of Sin"
CD-Review, 2295 mal gelesen, 01.12.2010

News der Band

15.08.2011

Von den Re-Releases zu "Winter Of Sin" und "Silence" einmal abgesehen, gab es in fast zwei Dekaden nichts von FESTER zu hören. Jetzt aber soll es...


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Mit der zweiten CD der norwegischen Band FESTER ist eine Kette von tragischen Ereignissen verbunden, die schließlich im Ende der Band mündeten: Kurz nach der Veröffentlichung von "Silence" im Jahr 1994 brach die Band auseinander und ihr Label Lethal Records verschwand einige Zeit darauf sang- und klanglos von der Bildfläche. 1999 wollten es die Norweger noch einmal wissen und hatten kurz darauf beim schwedischen Label No Fashion einen neuen Plattendeal in der Tasche, doch kurz nach der Wiederveröffentlichung von "Silence" verstarb plötzlich Bassist Jørgen Skjolden an einer Überdosis, und FESTER waren einmal mehr Geschichte – diesmal wohl für immer.

Dabei hätte "Silence" stets mehr Beachtung verdient gehabt, als dem Album letztlich beschieden war. Musikalisch ursprünglich im Black Metal zu Hause, gelang es FESTER, einen eigenen Weg zu hörbareren Klangstrukturen zu finden. Es gibt eine lose Verwandtschaft zu TIAMAT zu "Clouds"-Zeiten: Beide Bands verstanden es, (dunkle) Emotionen in ihre deutlich im Metal verorteten Musik einfließen zu lassen, wenngleich die Emotionen auf "Silence" doch anderer Art waren als auf "Clouds": Einsamkeit, Verzweiflung, Hass. Anders als die Schweden verzichteten FESTER jedoch völlig auf Keyboards und füllten die Räume mit riffenden Gitarrenläufen. Besonders gut kann man das bei "Frustration" und "The Maze" hören und nachempfinden. Das Riffing ist teilweise sogar richtig thrashig, aber weniger im Sinne des im Wort verankerten "Dreschen", sondern eher im Sinne eines schreddernden Riff-Flusses, der einerseits harsch klingt, andererseits sehr melodisch. Ein Markenzeichen von "Silence" ist der flüsternde und beschwörende Gesang, der perfekt zur kargen und kalten Atmosphäre der Songs passt, wie beim abschließenden "Når Noen Dør..." – der Herzschlag setzt aus, alles Leben ist ausgehaucht...

Obwohl alle Songs einen Fluss bilden, sind das einleitende "Dream", "Silent Is The Raven", "Elisabeta – In My World Of Thoughts" und "Når Noen Dør..." besonders hervorzuheben. Diese Tracks sind schlicht die Essenz von FESTER.

Die Wiederveröffentlichung wartet mit einem anderen Layout als das Original von 1994 und der Re-Release von 1999 auf, und es gibt Liner-Notes zu jedem Song. Tracklisting und Mix folgen nunmehr wieder dem Original, nachdem der No-Fashion-Release dort andere Wege ging und einige Tracks mit Samples versah. Als Bonus befindet sich die auf über acht Minuten gestreckte Live-Version des Demo-Songs "Persecution" von 1991, ein Song, der laut mitgelieferter Ansage ein Thrash-Song ist und sich nicht unwesentlich von den neun regulären Songs auf "Silence" unterscheidet. Wer aber wissen möchte, wo die Reise ihren Anfang nahm, für den hat der Track absoluten Sammlerwert. Und wer wissen möchte, wohin die Reise führt: FESTER haben sich kürzlich unter der Führung von Bjørn "Tiger" Mathisen neu formiert (u.a. mit Jontho von RAGNAROK und Jon Bakker von KAMPFAR), um ein neues Album aufzunehmen. Was davon zu halten ist, wird die Zukunft zeigen.


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