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CD-Review

Beyond Salvation

Artikel veröffentlicht am 27.08.2012 | 1185 mal gelesen

Nahezu aus dem Nichts kommen FLAGELLATED SERAPH daher und stoßen bei mir erst einmal auf ziemlich Skepsis. Nicht etwa, weil "Beyond Salvation" den ersten Langspieler der Stockholmer darstellt, sondern da die Band ihre Wurzeln offenbar bei INFUNERAL und PURIFIED (mindestens ein Mitglied hat auch bei beiden genannten seine Finger im Spiel) sehen, was für mich nicht gerade für gehobene Qualität spricht.

Insofern stellt "Beyond Salvation" dann tatsächlich eine kleine Überraschung dar. Denn im Gegensatz zu den eben erwähnten Bands haben FLAGELLATED SERAPH hörbar ihre Hausaufgaben gemacht. Allein schon der charmante, knackige Sound ist durchaus passend gewählt, aber eben auch nicht mehr als Verpackung. Inhaltlich widmen sich die Schweden dann melodischem Black Metal der unkitischigen Sorte. Gerade die Gitarren dominieren mit allerhand hymnischen Leads das Geschehen und vermögen es immer wieder, für durchaus ansprechende Momente zu sorgen. Gerade der Titeltrack kann im Mittelteil mit einem kraftvollen, packenden Part aufwarten. Vor allem das geschickte Variieren des Tempos hält die Platte immer weiter am Leben, neben dem eher hohen Tempo flutschen den Schweden auch ein paar groovige Midtempo-Abschnitte ins Geschehen. Das große Problem von FLAGELLATED SERAPH ist allerdings, dass sie ihre Songs gerne unnötig in die Länge ziehen. Bei allem Lob für Abwechslung, der ein oder andere Break zerstört die gerade aufkommende Stimmung und einige der Parts wirken schlicht deplatziert. Vielleicht hätten es hier auch einfach kürzere Songs getan. Nichtsdestotrotz bietet auch "Hear Who Bears The Mark" und "I Am The Flame" durchaus packende Momente, welche die Songs recht kurzweilige gestalten.

Nach einer guten halben Stunde ist der Spuk allerdings auch schon wieder vorbei und wenn ich die lückenfüllenden Parts noch abziehe, bleibt gerade mal Material für eine EP. Die allerdings wäre ziemlich stark ausgefallen, gerade weil einige der Leads sich wirklich ins Gehör fräsen, die charismatischen, rauen Vocals, die sich als Tüpfelchen auf dem I erweisen und beinahe zum größten Pluspunkt der Band zählen. Auch sonst verstehen FLAGELLATED SERPAH ihr Handwerk, aber leider reicht das nicht immer aus. Im Vergleich zu INFUNERAL und PURTRIFIED spielen sie aber schon mal in einer ganz anderen Liga. Mal schauen, ob sich dann das zweite Album als ein Stück zwingender erweist.


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