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CD-Review

Sirius 12

Artikel veröffentlicht am 27.10.2012 | 1256 mal gelesen

Der polnische Fünfer FORGOTTEN SOULS veröffentlicht mit "Sirius 12" sein nunmehr viertes Album, das nach zwei Eigenproduktionen über das dänische Label Target Distributions erscheint. Seit 1998 aktiv, war man zwischendurch mal mit einem anderen als dem Original-Sänger unterwegs, der jedoch - nachdem der zwischenzeitliche Ersatz in Richtung DECAPITATED abgewandert ist - für "Sirius 12" zurückgekehrt ist.

Elf Songs (plus Intro und Outro) finden sich auf "Sirius 12" und diese präsentieren die Polen vor allem ziemlich blass - und das ist objektiv betrachtet ein ziemlicher Widerspruch, wenn man sich einmal die Stilmixtur näher anschaut: Hier treffen diverse metallische Stilarten (deren Hauptvertreter aus dem FEAR FACTORY-Umfeld stammt, ohne deren klinische Präzision zu erreichen) auf allerlei Elektronisches - von industriellen atonalen Effekten bis zu an ARCTURUS gemahnenden Keyboard-Kaskaden ist eigentlich alles dabei. Dazu gesellt sich äußerst variabler Gesang, der hier in schwarzmetallische Höhen vordringt, dort eher an Death Metal-Gegrunze erinnert und anderswo wieder klar, geflüstert oder geknurrt erklingt.

Wie gesagt: Ganz objektiv bieten FORGOTTEN SOULS eine feine, insbesondere aber homogene und damit überhaupt nicht konstruiert wirkende, Stilmelange, die bei Menschen wie mir eigentlich offene Türen einrennen müsste. Tut sie aber nicht - denn hier ist der Haken: "Sirius 12" ist von vorne bis hinten atmosphärisch blass, trotz seines variablen Ansatzes eintönig und zu keiner Sekunde wirklich zwingend. Die 48 Minuten plätschern an mir vorbei, ohne Eindruck zu hinterlassen - wenn man von dem bereits geäußerten "Ui, vielfältige Mischung!" mal absieht.

Die Stakkato-Riffs bleiben leider zu zahnlos, fordern den Hörer zu wenig; die Synthetik ist insgesamt zu gefällig. Damit begeben sich FORGOTTEN SOULS in einen Club mit den Franzosen von DECLINE OF THE I: Eigentlich ganz schön viel richtig gemacht - und trotzdem vergessen, wirklich mitreißende Musik zu schreiben. Schade.


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