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Hellveto

"Damnaretis"
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Hellveto - Kry

Hellveto

"Kry"
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Hellveto - 966

Hellveto

"966"
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Hellveto - In The Glory Of Heroes

Hellveto

"In The Glory Of Heroes"
CD-Review, 2753 mal gelesen, 24.03.2007 Wertung 06/10

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Wiara, nadzieja…, potepienie

Artikel veröffentlicht am 13.12.2010 | 1199 mal gelesen

Nach zwei Alben im Jahr 2009 bleibt L.O.N. seinem Veröffentlichungsrhythmus nur bedingt treu und bringt mit dieser Scheibe das erste Lebenszeichen seines Projekts im noch laufenden Jahr heraus. Vielleicht relativiert sich das Ganze aber dahingehend etwas, da der Einzelakteur mit “Wiara, nadzieja…, potepienie“ offenbar auch reichlich Wert auf Umfang legt, handelt es sich hierbei doch um ein Doppelalbum von beinahe zwei Stunden Laufzeit. Jetzt stellt sich lediglich noch die Frage, ob der Musiker aus einem unserer östlichen Nachbarländer qualitativ wieder eine Schippe drauflegen und die letzten Durchschnittswerke vergessen machen kann.

In meinen Ohren handelt es sich in diesem Zusammenhang um einen absoluten Wunschtraum, denn L.O.N. macht genau da weiter, wo er zuletzt mit “Kry“ aufgehört – und zwar im weiten Sumpf der Belanglosigkeit. Das Hauptalbum mit dem Titel “Wiara, nadzieja…, potepienie“ läuft gute 40 Minuten, wobei diese fast durchgehend in ein Ohr rein und zum Anderen wieder herauslaufen. Es sind wahrhaftig kaum Strukturen erkennbar, die man als Hörer interessiert aufgreifen könnte, stattdessen glänzt der Pole mit langweiligem, tausendfach gehörtem Riffmaterial und theatralischen Synthie- und Keyboardeinlagen, die jene Platte eher verkleben, anstatt den gewollten Epikfaktor einzubringen.

Dazu gesellt sich eine bestenfalls mittelmäßige Stimmleistung, die insgesamt eher störend denn atmosphärisch wirksam daherkommt. Nur noch an ganz wenigen Stellen gelingt es L.O.N. einen neuen und gleichzeitig spannend wirkenden Effekt aufzubringen, der Rest erscheint unzählige Male wiederholt, ist einfach nur gähnend langweilig oder, im schlimmsten Fall, sogar beides. So sucht man sich als Hörer schon nach der Hälfte eine interessantere Beschäftigung wie Däumchen drehen, Autos zählen oder Telefonnummern auswendig lernen, doch nach der erste Scheibe folgt nun noch “Trylogia“ mit drei Ambient-Stücken jenseits der 20-Minuten-Marke. Wer bis hierhin noch nicht eingenickt ist, schafft es sicherlich jetzt, auch ganz ohne Baldrian, denn die permanent aneinander genudelten Parts laden nach wenigen Minuten auch höchstens zum Kopfschütteln im verneinenden Sinne ein. Wenn es mit HELLVETO so weitergeht, dann kann man diesem Projekt wohl leider bald attestieren, vor Anker gegangen zu sein, schade drum!


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