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Reviews der Band
Heretoir - Substanz

Heretoir

"Substanz"
CD-Review, 1837 mal gelesen, 10.08.2012 Wertung 07/10

News der Band

31.12.2013

HERETOIR verkürzen die Wartezeit auf ihr kommendes Album mit einem Clip zum Song "Eclipse", welcher hier als Pre-Production-Version vorliegt. Wer...

25.11.2013

  Nachdem Drummer Belial für die kommenden Shows nicht immer verfügbar ist, suchen HERETOIR zum nächstemöglichen Zeitpunkt einen...

19.10.2010

Schlicht "Heretoir" betitelt ist das Debutalbum der deutschen Black Metal/Post Rock-Newcomer HERETOIR. Die Erstauflage erscheint im Digipack,...


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CD-Review

Heretoir

Artikel veröffentlicht am 14.02.2011 | 4649 mal gelesen

Neige hat vor gar nicht so langer Zeit mit seinen Bands ALCEST und AMESOEURS etwas losgetreten, dem nach wie vor etliche Bands nachzueifern versuchen. Die Stimmung beider genannter Bands, die teils doch arg auseinanderdriftete, bleibt aber bis heute nahezu unerreicht. Dementsprechend kommen HERETOIR aus einer musikalischen Ecke, deren Zauber durch den verschwenderischen Übereifer vieler junger Künstler längst verflogen ist.

Dabei macht das Duo aus Augsburg gar keinen so schlechten Eindruck. Zwar verortet man sich klar im Post Black Metal Bereich und erinnert mehr als nur sporadisch an oben genannte Bands, dennoch gelingt es, ein wenig der verträumten Stimmung ALCESTs auf ihr Debüt zu zaubern. Dafür sind, wie sollte es auch anders sein, die Gitarren verantwortlich. Hier gibt es schöne Melodien, die zeitweise wirklich rührend sind, auf der anderen Seite oft wiederholtes Rezitieren, was ermüdend wirkt. Ganz und gar schief gegangen ist der Black Metal-Einfluss bei HERETOIR. Wäre es doch nur bei Post Rock mit einem klitzekleinen Metal-Anteil geblieben, wäre "Heretoir" vermutlich eine wirklich starke Scheibe geworden. Doch sobald das Tempo angezogen wird, sobald ein wenig Härte in das sonst so schöne Klanggemälde reingedrängt wird, wirkt es störend, gar komplett deplatziert. Hier regiert dann der Elefant im Porzellanladen und zerschlägt mit emotionslosem Geschrei, eher semi-coolem Drumming und Riffs, die so originell sind wie eine Forelle auf dem Fischmarkt, die aufgebaute Atmosphäre. Dazwischen gibt es aber eben besagte Momente, die wirklich für Stimmung sorgen, und gerade die seltenen klaren Vocals fügen sich besser als jedes Geschrei in das Album ein.

Das wirkt alles in allem natürlich sehr negativ, aber im Grunde lässt sich das Positive eben in wenigen Worten sagen. HERETOIR gelingt es, eine homogene, verträumte Stimmung zu erschaffen, dabei gehen sie nicht besonders originell, dafür aber effektiv, zu Werke. Die Kritik verpufft dagegen logischerweise nicht vorbehaltlos, und somit ist HERETOIR zwar ein ordentliches Debüt gelungen, aber einen richtigen Namen können sie sich damit nicht machen, die Vorbilder sind einfach um Welten spannender.


Kommentare
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melden Deleted User | 23.02.2011 | 01:00 Uhr

Diese musikalisch gar nicht üble CD, hätte besseren Gesang verdient. Die Kreischparts zerstören leider zu oft die Stimmung. Die in deutsch gehaltenen Texte sind ok, das Artwork ist auch gelungen. Im Gegensatz zum Rezensent stört...  

Rising
melden Wertung 08/10 Rising | 06.07.2012 | 23:49 Uhr

Finde jetzt nicht das die Blackmetalparts so missglückt wären. Gerade in einem Lied wie Weltschmerz verbreiten sie ein mitreissende schwer umschreibbare Stimmung.  

The Law
melden The Law | 07.07.2012 | 00:46 Uhr

Mit etwas Phantasie erkenne ich im Cover einen Pac-Man mit Kinnbart...