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CD-Review

Earth Blood Magic

Artikel veröffentlicht am 12.08.2012 | 1616 mal gelesen

Island hat in den letzten Jahren bewiesen, dass es abseits von SIGUR RÓS und BJÖRK auch metallisch ganz gut glänzen kann: So setzten sich - um nur mal die bekannteste Band zu nennen - SÓLSTAFIR mit ihrem letzten Album "Svartir Sandar" ein für alle Mal auch im Bewusstsein der breiteren Metalmasse fest, Bands wie die Death Metaller CHANGER, die Black Metaller CURSE oder die Dark Metaller POTENTIAM machten dazu im Untergrund auf sich aufmerksam. Aus dem Dunstkreis der letzteren, POTENTIAM, kommt nun mit KONTINUUM eine weitere vielversprechende isländische Band um die Ecke - und die bedient sich gleich bei den ganz großen Landsmännern: SÓLSTAFIRs letztjähriges Album "Svartir Sandar" ist auf dem Debüt KONTINUUMs, "Earth Blood Magic", allgegenwärtig.

Allerdings wird hier auch nicht nur stumpf kopiert. Zwar klingt zum Beispiel der Opener "Endgame" schon sehr nach den offensichtlichen Vorbildern, aber dieser wird allein dadurch erweitert, dass die Black-Metal-Einflüsse bei KONTINUUM noch sehr viel stärker herauszuhören sind, als zuletzt bei SÓLSTAFIR. Dazu gesellen sich viele ruhige, mal akustische, mal ambiente Parts und Anleihen, die ich den Einflüssen des "Blackened Dark Metals" von POTENTIAM zuschreiben würde, auch das Soloprojekt IHSAHNs scheint immer mal wieder durch und verleiht "Earth Blood Magic" damit noch eine gewisse progressive Note (siehe zum Beispiel "City").

All diese Einflüsse führen dabei zu einem Klangbild, das insgesamt eine ordentliche Leistung im Post-(Black-)Metal-Bereich darstellt. "Earth Blood Magic" eröffnet dem Hörer oft verträumte Klangwelten, melodische Stücke, die dazu einladen, die Augen zu schließen und sich wegtragen zu lassen, wodurch sich die düsteren Parts, die ebenso vorhanden sind, noch ein Stückchen dunkler anfühlen. Besonders stark sind KONTINUUM dabei, wenn sie ihrer melancholischen Seite Platz schaffen wie in "Stranger Air" oder der abschließenden Ballade "Í Gljufradal". Aber: Das war vor ein paar Jahren noch überraschend und frisch, heute wirkt das alles ein bisschen wie schon mal dagewesen. Auch, wenn KONTINUUM gleichzeitig groovender, düsterer und manchmal auch emotionaler zu Werke gehen als viele ihrer Genrekollegen, und auch, wenn sie durchaus einige starke Songs und Parts auf ihrem Debüt versammeln konnten, fehlt mir persönlich bei KONTINUUM das gewisse Etwas, das ein gutes Album zu einem überragenden macht.


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