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CD-Review

Al Intihar

Artikel veröffentlicht am 05.03.2012 | 883 mal gelesen

Was Death Metal angeht, war zumindest für mich Algerien bisher eher ein unbeschriebenes Blatt auf der Landkarte, doch nun liegt mir das erste Lebenszeichen von LELAHELL in Form der EP “Al Intihar“ vor. Irgendwo zwischen Black, Death und Thrash eingeordnet, ziehen die Musiker mit ihren sechs vorliegenden Kompositionen ihre Kreise und erinnern dabei nicht selten an Bands wie ROTTING CHRIST.

Dies wird einerseits durch das leicht südländische Flair, andererseits durch ein paar gesprochene Passagen assoziiert, welche verdächtig nahe an das charismatische Organ von Sakis Tolis herankommen. Dabei agieren LELAHELL im Vergleich zu den Griechen allerdings wesentlich moderner und haben ihre Wurzeln im Death und Thrash Metal, was man an den teilweise recht interessanten Rhythmen merkt, welche einen guten Kontrast zu den immer mal wieder auftauchenden atmosphärischen, flächigen Parts bieten. Nichtsdestotrotz hat man aber als Hörer trotzdem mit der vorliegenden Musik ein wenig zu kämpfen. Kein einziges Stück bleibt, selbst nach mehreren Durchläufen, hängen oder schafft es gar, wirklich mitzureißen. Dazu mangelt es einfach an einigen Ecken, was besonders im Bereich des Songwritings und der Abwechslung sichtbar wird. Dies kann sowohl dem extrem monotonen Growls als auch der vorhersehbaren Gitarrenarbeit geschuldet sein, aber es fällt selbst nach mehreren Hördurchläufen noch schwer, die einzelnen Songs zu unterscheiden. Ebenso ist auch Innovation Mangelware, was bedeutet, dass man LELAHELL nicht übermäßig lang in seiner heimischen Anlage rotieren lassen will. Dazu fehlt es der Musik einfach an dem nötigen Durchsetzungsvermögen.

Letztendlich bleibt ein etwas fader Geschmack zurück, sobald “Al Intihar“ sein Ende erreicht hat. Im Grunde wäre diese Art der Musik schon recht interessant, allerdings mangelt es einfach an der Umsetzung und den richtig knackigen Ideen. Mit dieser EP werden sich LELAHELL jedenfalls kaum behaupten können und somit leider auch wieder recht schnell in Vergessenheit geraten. Schade.


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