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CD-Review

The Rise Of Meldral-Nok

Artikel veröffentlicht am 06.05.2012 | 1234 mal gelesen

Es fällt häufig leicht zu klagen, wenn ein Album zu kurz ausfällt, dabei kann eine Platte auch einfach zu lang sein. Nicht mal unbedingt aus dem Grund, dass das gebotene Material grausam wäre, sondern einfach, weil es zu viel ausschweifendes Füllmaterial gibt. Dieses Problem haben die Franzosen LORD SHADES auf ihrem Zweitwerk "The Rise Of Meldral-Nok".

Grundsätzlich ist das dargebotene Material nicht allzu schlecht, wäre da nicht der Hang, alles in die Länge zu ziehen und scheinbar jede im Proberaum gesponnene Idee auf dem Album unterzubringen. Entsprechend ausschweifend und vielseitig, gern aber auch überladen bis abgehackt fallen die einzelnen Songs auf "The Rise Of Meldral-Nok" aus. LORD SHADES fühlen sich im melodischen Black Metal beheimatet, arbeiten auch gerne mit orchestralen Parts und mischen dem Ganzen dann öfter, als mir genehm ist, noch Death Metal dazu. Das Problem bei der Geschichte ist nicht, dass die Mixtur grundlegend daneben ist, doch immer wieder arbeiten die Parts gegeneinander. Noch dazu versuchen die Franzosen ein gewisses Soundtrack-Flair einzubauen und experimentieren mit Streichern ("Ancient Fears") oder mit weiblichem Gesang als Kontrast zum sonst vorherrschenden Knurren und Schreien ("The Dark Fleet"), aber auch mit allerhand spoken Vocals. Das zieht das Album noch weiter in die Länge. Dabei überhört man schnell, dass LORD SHADES durchaus brauchbare Momente zustande bringen: Immer wenn sie ruhiger zu Werke gehen und gar sanftmütig erscheinen, bekommt man eine ungefähre Vorstellung von der eigentlichen Idee hinter dem Album, aber das ist dann leider doch zu wenig.

Hier und da mögen LORD SHADES an DIMMU BORGIR oder MORGUL erinnern, doch an den orchestralen Bombast erstgenannter kommen sie nicht heran, und letztgenannte haben dann einfach mehr eigene Ideen zu bieten. Zwar sind LORD SHADES wie gesagt nicht schlecht, doch fehlt es gerade bei knapp einer Stunde Spielzeit an wirklichen Krachern oder einem nachvollziehbaren Spannungsaufbau. Da muss bei einer solchen Länge schon mehr geboten werden.


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