Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

Amazon-Empfehlung
News der Band

27.04.2012

Nach bald zehn Jahren Bandgeschichte und drei kompletten Alben kennt MANETHEREN immer noch kein Mensch. Das kann nicht sein, hat sich das letzte...


Metal.de auf Facebook
CD-Review

Time

Artikel veröffentlicht am 24.10.2012 | 1377 mal gelesen

Warum mir MANETHEREN bislang kein Begriff war, kann ich nicht genau erklären, sondern nur über die Gründe spekulieren. Bislang jedenfalls, traut man den emsigen Kollegen in der weiten Welt des Internet, besteht auch kein Grund, den Namen im Kopf zu haben. Daran allerdings sollte sich jetzt etwas ändern, denn das Duo aus den Staaten liefert gute Gründe, ihnen etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

"Time", das mittlerweile vierte Album des bis 2011 (damals stieß Drummer Gionati Potenti dazu) als Alleinunterhalter agierenden Azlum hat es nämlich in sich. Die sechs Stücke, allesamt mit mehr als zehn Minuten Spielzeit ausgestattet, bieten zwar grundsätzlich kein neues Rezept, wirken in ihrer Konstruktion aber alles andere als banal. Ausgedehnt schweben MANETHEREN meist durch ihre Soundlandschaften, immer im Black Metal verwurzelt, doch mit genügend Raum, um auch mal mit derzeit sehr beliebten Post-Rock-Einflüssen etwas andere Luft zu schnuppern. Aber auch hier wirkt das Duo nicht ausgelutscht, sondern baut sich eine eigene Atmosphäre, die zerbrechlich und gleichzeitig erhaben wirkt. Träumerisch trifft es eigentlich ganz gut, hypnotisch auch. Selbst wenn MANETHEREN mal wie beim Opener etwas aufs Gaspedal drücken, gerät der anschwellende Grundtenor nicht aus der Bahn. "Time" gleitet dahin, nimmt Ausflüge mit dezenten, keineswegs dominanten Synthies, sich wiederholenden, aber kein bisschen langatmigen Riffs und überrascht sogar wie z.B. in "III" mit sanftem Klargesang.

Sicherlich setzt "Time" keine neuen Maßstäbe, ist aber ein stimmungsvolles Album, das es verdient hat, gehört zu werden. Nicht unbedingt jeder Part hinterlässt bei mir einen zwingenden Eindruck, aber über die gleitet man quasi ebenso hinweg wie über die durchaus der Abwechslung dienenden temporeichen Abschnitte. Wer sich in schier hypnotischen Black Metal-Landschaften wohlfühlt, sollte "Time" jedenfalls Aufmerksamkeit schenken, denn trotz der Länge des Albums liegt die Bezeichnung "Langeweile" nicht im Ansatz auf der Zunge.


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen: