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CD-Review

Entartet

Artikel veröffentlicht am 11.09.2012 | 3023 mal gelesen

Nach einem ziemlich ordentlichen Debütalbum ("Poetry Of Chaos", 2004), einem sehr guten Zweitwerk ("Into Nevermore", 2007) und dem bislang ihr Schaffen krönenden, überwältigenden dritten Album "Grenzgänger" (2010) sind MEMBARIS wieder in die Untiefen ihrer eigenen Selbst zurückgekehrt um an ihrem Viertwerk zu arbeiten. Leider gelten die Hessen, aus welchem Grunde auch immer noch, als etwas bekannterer Geheimtipp. Bleibt zu hoffen, dass sich derartiges mit "Entartet" ändert.

Es ist wieder ein Entwicklungsschritt bemerkbar, selbst Wiederholung scheint im Universum des Trios beinahe unter Strafe zu stehen, gleiches gilt aber auch für einen Verrat an der eigenen Handschrift. Es sind die Riffs und der leicht verzerrt, aber bitterbös grollende Bass, der inzwischen zum unverkennbaren Trademark einer Band geworden ist, die ihren zu Grunde liegenden Stil schon lange gefunden hat. MEMBARIS agieren sicher und souverän, wirken aber dennoch höchst emotional. "Entartet" gibt sich nicht mit halben Sachen zufrieden, ein hohes Maß an Abwechslung steckt ebenso in dem Album wie ein gewisser Hang zu sich episch ausbreitenden Momenten, die unter die Haut gehen, sich mit scharfen Krallen ins Gedächtnis graben und Schauer um Schauer über den Rücken jagen. Allein die Wirkung des dahinschwebenden Parts zu Beginn von "Strömungen" ist beeindruckend und verschlägt mir beinahe die Sprache. Damit nun nicht genug, denn MEMBARIS können nicht nur eine Atmosphäre aufbauen, in der es sich zu versinken lohnt, sondern wissen auch durchaus ihr Aggressionspotenzial zielsicher einzusetzen. Sei es das überraschend wüste "Monotonkrieger", dass mit seiner gewaltigen Ausrichtung zum zähnefletschenden Sonderling mutiert oder der Uptempopart in "Auszüge aus dem Tagebuch des Steineziehers", es fügt sich wunderbar in das von unbändiger Leidenschaft geprägte Gesamtbild. Die zeitweise leicht dissonant agierende Seitenfraktion findet darin ebenso ihren Platz wie die inzwischen sehr vielfältige Ausrichtung der Vocals (die sich weder auf Schreie noch auf Gesang reduzieren).

"Entartet" spielt mit dem Hörer, stößt ihn zeitweise weg, wirkt gleichzeitig aber unheimlich anziehend und kann selbst nach dem 40. Durchlauf noch mit Überraschungen aufwarten. So ungewöhnlich sich das Konstrukt MEMBARIS auch darstellt, so unnachgiebig süchtig macht es dann auch. Auf der einen Seite ist es fast schade, dass die Band nicht in die Ohren der oberflächlichen Welt der "Musikkonsumenten" vordringt, auf der anderen wäre das in einer Zeit, in der Geduld und das Erkennen eines künstlerisch wertvollen Beitrags ein eher seltenes Gut geworden ist, vielleicht auch einfach zu viel verlangt. Denn schlussendlich braucht es eben ein paar Momente mehr um in den Klangkosmos von MEMBARIS einzudringen, ihn zu erschließen und dann erst auf sich wirken zu lassen. Wer dafür die notwendige Zeit aufbringt, sieht sich unsäglich starken Künstlern gegenüber, die es nicht nur vollbracht haben, sich in ein eigenes Gesicht zu erschaffen, sondern diesem auch noch aus Furchen und Emotionen einen eindringlichen, eigenwilligen Charakter zu verpassen. Zwar macht "Grenzgänger" auf mich nach wie vor den größeren Eindruck, doch "Entartet" untermauert die Ausnahmestellung dieser überragenden Formation und sollte zu einem der wichtigsten Black-Metal-Alben des Jahres zählen!


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melden Kazinom (unregistriert) | 12.09.2012 | 11:26 Uhr

Gut geschriebenes Review über etwas, das man eigentlich kaum beschreiben kann.  

melden Kazanian (unregistriert) | 14.09.2012 | 21:34 Uhr

Dieses Album ist total gewachsen und mittlerweile ein absoluter Kracher!!! Gerade auch die Texte sind super!!!