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CD-Review

Dethroned

Artikel veröffentlicht am 07.01.2013 | 988 mal gelesen

Drei Namen, die im Presskit als Vergleich zu MORGUE in den Raum geworfen werden: BEHEMOTH, DEICIDE und MARDUK. Alles klar? Na sicher - da gibt's sicherlich mächtig auf die Mütze. Oder?

Ja. Geballer irgendwo dort angesiedelt, wo sich Black und Death Metal die Hand geben; Hochgeschwindigkeitsgeprügel, tiefe Growls, hohe Screams, böse Texte, fiese Riffs und technisch anspruchsvolle Instrumentalparts: check, alles da. Genauso auch ein bisschen Dynamik, die daher rührt, dass es die fünf Kanadier durchaus verstehen, an den richtigen Momenten auch mal das Tempo zu drosseln (keine Angst, nur ein kleines bisschen).

Das macht sicherlich irgendwo Spaß und das wird auch garantiert seine Fans finden - allerdings hören sich die meisten der neun Songs für mich so an, als wären sie auf dem Reißbrett entstanden - wirklich was Neues, etwas Eigenständiges oder Innovatives gar machen MORGUE auf ihrem zweiten Langeisen nicht. Hinzu kommt, dass der Sound zwar irgendwo sauber ist und eigentlich völlig in Ordnung geht - aber klanglich einfach nicht an solche Wuchtbrummen wie die jüngeren Alben der als Vergleich genannten Bands herankommt.

"Dethroned" ist sicherlich kein schlechtes Album - wie gesagt: Dieses Album wird seine Fans finden, die damit garantiert Spaß haben können. Mir persönlich klingt das aber alles ein bisschen zu standardisiert, auch wenn die Scheibe durchaus ein paar nette Momente (man höre den melodischen Part in "Déchéance" oder gar das fast epische Ende des Rausschmeißers "Noyé Dans La Fange") zu bieten hat und durchaus auch in Sachen Härtegrad nicht von schlechten Eltern ist. Man hat das eben nur schon viel zu oft ähnlich gut oder besser gehört.


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