Téras
Artikel veröffentlicht am 15.03.2012 | 4169 mal gelesenVerdächtig lange war es still um NAGLFAR. Zu still für meinen Geschmack, schließlich schätze ich den starken Black Metal der Nordschweden seit ihrem Debütalbum "Vittra" sehr. Mittlerweile zum Trio geschrumpft, haut die Truppe nun endlich mit "Téras" den Album-Nachfolger zum 2007er "Harvest" raus.
Mit diesem knüpfen die drei Wölfe aus Umeå spieltechnisch an ihre bisherigen Werke an. Ihre ureigene Formel beständig runter predigend, verknüpfen NAGLFAR wie gewohnt rauen Black Metal mit dem besten, was der melodische Death Metal zu bieten hat, und stehen dabei einmal mehr für frostig-sägende Harmonien, starke, epische Melodien, kurze atmosphärische Intermezzi, jeweils vom Gespann Norman/Nilsson, sowie giftige Screams von Kristoffer. Dabei pendeln die Nordlichter stets zwischen präziser, tosend nordischer Raserei ("Pale Horse") und eingängigem, dennoch kraftvoll rockendem Doublebass-Midtempo ("Bring Out Your Dead") bis hin zu bombastisch-doomiger Schlepperei ("Téras"). Die fulminant abwechslungsreiche Schlagzeugarbeit verichtete dieses Mal Sessionmitglied Dirk Verbeuren, bekannt von SOILWORK und SCARVE, welcher den neuen Hymnen einen teils abgefahrenen Groove verpasste. "Téras" präsentiert NAGLFAR wieder einmal in Höchstform, packender als mit "Harvest", mit technischer Schlagkraft und durchgehend hochqualitativen Stücken, wenngleich mit "Bring Out Your Dead", unschlagbar in Sachen Eingängigkeit und Hooks, das episch wuchtige "The Monolith" mit seinem majestätischen BATHORY Einschlag, der gnadenlosen Black-Metal-Keule "Pale Horse" und dem ausgefeilt komplexen Heavy-Epos "The Dying Flame Of Existence" mit seinen gigantischen Melodien und eingestreuten Chören vier absolute Perlen auf dem Album vertreten sind, welche die anderen Stücke doch überragen.
So wirkt "Téras" klassisch, wohltuend vertraut wie ein guter alter Whiskey, und doch nach all den Jahren Abstinenz doch so herrlich erfrischend wie ein frischgezapftes Pils. NAGLFAR untermauern wieder einmal eindrucksvoll, dass sie neben WATAIN die einzigen ernsthaften Erben der mächtigen DISSECTION sind.
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Markus Endres
Ich bin 36 Jahre alt und höre seit meinem 12. Lebensjahr leidenschaftlich Heavy Metal in all seinen Stilrichtungen.










Herrje. Ekelhaft zu lesen, viel zu viele Kommata. Du darfst auch gerne andere Satzstrukturen mit dem häufigeren Gebrauch von Punkten nutzen. Der zweite Absatz geht ja fast als ein einziger Satz durch. Desweiteren würde mich interessieren, wie der...
Ich finde die Platte sehr gelungen, viel besser als alles nach "Diabolical". Verbeuren macht echt den feinen Unterschied. Den BATHORY-Vergleich kann ich auch nicht so ganz nachvollziehen, und 9 Punkte ist vielleicht auch einer zuviel, aber trotzdem...
Ich bin schon vergeben, aber danke. Übrigens: Ich versuche hier nicht zwanghaft, einen Redakteur nach dem anderen schlecht zu machen, nobody is perfect. Ich auch nicht, zugegeben, aber wenn's was zu kritisieren gibt, übernehme ich das eben direkt...
Die NAGLFAR ist majestätisch geworden, sie zitieren sich gern selbst, aber diese Mischung aus Sensen, Sicheln und Säbeln in Verbindung mit nordischer Raserei haben sie einfach besser drauf als alle anderen.
Geil solch...