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CD-Review

Beyond The Gates Of Nathorg

Artikel veröffentlicht am 25.08.2012 | 1089 mal gelesen

Metal ist im Iran immer noch verboten. Umso überraschter bin ich, dass mir jetzt eine Scheibe aus eben jener immer noch recht fernen Welt vergönnt ist. Ich maße mir mit Sicherheit nicht an, allein aus den hier ausgestrahlten und abgedruckten Medienberichten ein Urteil über diesen Staat zu fällen, doch einfach erscheint ein Leben dort drüben, gerade als Metal-Fan, nicht zu sein. Zumindest in dieser Hinsicht sind NATHORG beeindruckend. "Beyond The Gates Of Nathorg" ist ein Album geworden, das sogar eine einigermaßen passable Produktion aufweist.

Leider war es das aber schon mit dem "beeindruckend". NATHORG klingen ein bisschen wie MAYHEM zu "De Mysteriis Dom Sathanas"-Zeiten (was seinen Höhepunkt in einem überflüssigen "Freezing Moon"-Cover findet), ohne jenen Spirit, dafür aber mit einer überflüssigen Ladung Death Metal an Bord. Das ist so ein bisschen der Fluch der Iraner, viel zu viele ausgelutschte Ideen und ein nahezu durchgehend hohes Tempo mit einem nicht ganz sattelfesten Schlagzeuger. Auch die Riffs versprühen eher einen abgestandenen denn frischen Duft. Unfreiwillig komisch wirken dann die quäkenden, gurgelnden Vocals von Fronter Gaztus. Sicher, so ist das nicht beabsichtigt, und einen wirklichen Spannungsaufbau oder gar eine hasserfüllte Atmosphäre finde ich auf "Beyond The Gates Of Nathorg" leider auch nicht.

Das Debütalbum der Iraner ist sicher kein Totalausfall, und da habe ich aus hiesigen Ländereien schon viel schrecklicheres um die Ohren gehauen bekommen. Doch von einer soliden oder guten Leistung kann ich beim besten Willen nicht sprechen. Wenn überhaupt ist NATHORG was für Exotensammler, der Rest braucht sich bislang, so leid mir das wirklich tut, nicht einen Deut um dieses Debüt scheren.


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