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CD-Review

Ashes

Artikel veröffentlicht am 08.02.2011 | 1721 mal gelesen

Aus Schottland stammt das Einmannprojekt NECRONOCLAST und zeigt erfreulicherweise deutlich mehr Qualitäten auf als Rohrkrepierer der Marke STRIBORG. Das bedeutet zwar nicht, dass NECRONOCLAST durch und durch formidable sind, aber der gute Ansatz ist definitiv vorhanden.

Verwundert hat mich zunächst allerdings, dass die Band, falls man das überhaupt so nennen kann, bereits drei Alben vor "Ashes" veröffentlicht hat, denn "Ashes" klingt für mich nicht wirklich wie ein Viertling, sondern eher wie die erste oder zweite Ausgeburt einer noch nicht ganz so erfahrenen Band. Stellenweise ist alles etwas halbgar und es fehlt der letzte Funken, aber das ist vermutlich wie immer Ansichtssache und soll auch nicht heißen, dass "Ashes" schlecht ist, keineswegs.

Zwischen rasendem Schwarzmanngeballer und steril synthetischem Drumming (entsprechend aus der Konserve) gibt es nette bis ansprechende Dunkelmelodien, die meinem Empfinden nach jedoch zu keiner Sekunde voll und ganz ins Herz oder besser gesagt in die Hörner gehen. Ich habe Schwierigkeiten es exakt zu beschreiben... es fehlt einfach der Biss, der letzte Funken, der nötig ist, um das Feuer richtig zu entfachen.
Die gepeinigten und durchaus richtig gut intonierten Vocals retten dabei noch einiges, auch wenn mir persönlich hier und da der Griff fehlt; zuviel geplätscher ohne Höhepunkte. Dafür ist soundmäßig alles in Ordnung und es müssten, wenn überhaupt, nur kleine Pingeligkeiten genannt werden.

"Ashes" ist somit ein gutes viertes Album geworden, dass sich jeder Höllenanbeter reinziehen sollte, der auf kalte, schnelle und leicht atmosphärische Musik steht. Wer hier auf grandiose Höhepunkte wartet, kann dies allerdings auch noch länger tun...


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