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Reviews der Band
Nocte Obducta - Verderbnis - Der Schnitter kratzt an jeder Tür

Nocte Obducta

"Verderbnis - Der Schnitter kratzt an jeder Tür"
CD-Review, 4994 mal gelesen, 15.11.2011 Wertung 08/10
Nocte Obducta - Sequenzen einer Wanderung

Nocte Obducta

"Sequenzen einer Wanderung"
CD-Review, 6486 mal gelesen, 28.11.2008 Wertung 09/10
Nocte Obducta - Aschefrühling

Nocte Obducta

"Aschefrühling"
CD-Review, 6448 mal gelesen, 03.10.2006
Nocte Obducta - Nektar - Teil 2

Nocte Obducta

"Nektar - Teil 2"
CD-Review, 7728 mal gelesen, 10.07.2005 Wertung 09/10
Nocte Obducta - Nektar - Teil 1

Nocte Obducta

"Nektar - Teil 1"
CD-Review, 7300 mal gelesen, 30.09.2004 Wertung 08/10

Interviews der Band
Nocte Obducta
Interview mit Marcel zu "Umbriel (Das Schweigen zwischen den Sternen)"
2195 mal gelesen, 15.03.2013
Nocte Obducta
Interview mit Marcel zur Rückkehr der Band
13935 mal gelesen, 23.08.2011
Nocte Obducta
Nocte Obducta
3285 mal gelesen, 05.12.2008

Specials der Band
Nocte Obducta
Listening Session zu den neuen Alben der Bands
4825 mal gelesen, 10.09.2008

News der Band

23.08.2011

NOCTE OBDUCTA sind zurück und nach fünf Jahren Pause sichtlich heiß darauf, wieder anzugreifen und den Jungspunden des deutschen Black Metals zu...

08.08.2011

Lange schon kursiert die Rückkehr einer der dienstältesten deutschen Black Metal-Bands als Gerücht - jetzt ist es offiziell: NOCTE OBDUCTA sind...

05.01.2009

Auf der offiziellen Myspace-Seite (Link) des Labels Surpreme Chaos Records findet sich ein fünfminütiges Sample des neuen NOCTE OBDUCTA...

19.10.2007

NOCTE OBDUCTA fahren mit den Arbeiten an ihrem Abschiedsalbum "Sequenzen einer Wanderung" fort. Der Veröffentlichungstermin ist nach wie vor...

19.03.2007

NOCTE OBDUCTA haben sich vor Kurzem zu dem Re-Release von "Lethe" und den damit verbundenen Problemen geäußert, zudem verloren sie...


Live-Reviews der Band
Mainzer Metal Meeting
5624 mal gelesen, 26.11.2014

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CD-Review

Umbriel (Das Schweigen zwischen den Sternen)

Artikel veröffentlicht am 25.02.2013 | 7716 mal gelesen

Nachdem NOCTE OBDUCTA im Juni 2006 verkündeten, die Band zu Grabe tragen zu wollen, herrschte tiefe Trauer in der deutschen Black-Metal-Szene, zumindest bei jenen, welche das vielschichtige Schaffen dieser einzigartigen Band zu schätzen wussten. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Mit "Verderbnis (Der Schnitter kratzt an jeder Tür)" meldete sich die Gruppe um Marcel im November 2011 wieder lautstark mit einem nostalgisch anmutenden Black-Metal-Werk zurück. Und nun steht in Kürze die Veröffentlichung des Nachfolgers "Umbriel (Das Schweigen zwischen den Sternen)" an. Namensgeber des neuen Werkes ist Umbriel, der sechzehnte Monde des Planeten Uranus.

Dieses unterscheidet sich doch deutlich vom direkten Vorgänger. War "Verderbnis (Der Schnitter kratzt an jeder Tür)" ein roher, schwarzmetallischer Brocken mit Reminiszenzen an NOCTE OBDUCTAs Schaffen zur Zeit der Jahrtausendwende, eine Art nostalgische Zeitreise, wirkt "Umbriel (Das Schweigen zwischen den Sternen)" deutlich umfangreicher, vielschichtiger, weiter, freier. Ohne Rücksicht auf althergebrachte Konventionen entführen und NOCTE OBDUCTA auf eine komplexe Reise in traumhaft wirkende, dabei durchaus düstere Klangwelten. Sie wirken still, kalt, leer, beklemmend, depressiv, entfremdet, und doch wohlig anschmeichelnd, melancholisch sehnsuchtsvoll, zwangsweise kommen Erinnerungen an "Sequenzen einer Wanderung", "50 Sommer - 50 Winter" (DINNER AUF URANOS) sowie mit Abstrichen "Stille – das nagende Schweigen" auf. Gekonnt verweben die Mannen Elemente des avantgardistischen, progressiven Black Metals mit Post Rock, 70er Prog Rock, Doom Metal, Psychedelic und Ambient. 

Angefangen vom pathetischen, nach Verfall schmeckendem "Kerkerwelten – Teil 1" mit getragenem Schlagzeugspiel, dezenten Bass- und Gitarrenlinien, sphärischen Keyboards, welche sich bis zum Ausbruch steigern, mit Sprechgesang und Hintergrundgeschrei, über das ebenfalls in schleppendem Tempo gehaltene "Gottverreckte Finsternis" mit viel Bassspiel, teilweise bluesig anmutenden, erdigen Gitarren, gespenstisch klingenden Synthesizersounds, einfachen aber effektiven, flächendeckenden Riffs hin zum ersten verträumten, melodischen Instrumental "01-86 Umbriel" mit spacigen Keyboards, NOCTE OBDUCTA wirken experimentell und dabei so fern entrückt. Das ändert sich auch mit dem folgenden, zweitlängsten, dunklen Stück "Dinner auf Uranos" nicht, welches beklemmend und sehnsüchtig zugleich wirkt, mit ruhigem Gesang und mehrfacher Überlagerung der Stimmen, vielen instrumentalen Passagen mit verschiedenen Motiven und Rhythmusänderungen. In "Mehr Hass" packen NOCTE OBDUCTA hingegen unerwartet den Black-Metal-Knüppel mit emotionalen Growls und sägenden Gitarren aus und liefern damit einen angenehmen Kontrast. "Leere" wiederum klingt genauso, wie es der Titel suggeriert, ruhig, bedrückend und melancholisch, das längste Stück des Albums, mit langen, monoton hypnotisierend wirkenden Elementen, wer sich hier treiben lässt erlebt zig Gänsehautmomente! Es folgt das rockige "Ein Nachmittag mit Edgar", mit düsteren Keyboards, bluesig angehauchten dunklen Gitarren und dem textlichen Schwelgen in Erinnerungen. Abschließend folgen noch das vierminütige Instrumental "Reprise Dinner auf Uranos" und das Gesamtwerk abrundende, vorangegangene Elemente wieder aufgreifende "Kerkerwelten – Teil 2".

Alles in allem liefern NOCTE OBDUCTA mit "Umbriel (Das Schweigen zwischen den Sternen)" ein atmosphärisch dichtes, in sich harmonisches Werk ab, vollgepackt mit melancholischer, zeitloser Musik. Unberechenbar und polarisierend, nachdenklich und experimentell, intelligente Musik mit depressiver Romantik. Zum träumen schön...


Kommentare
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melden Jupp (unregistriert) | 26.02.2013 | 18:18 Uhr

Mal wieder wahrscheinlich gänzlich überhyped. Manchmal denke ich, dass Metal.de einfach zuviel Werbung für gewisse deutsche Bands macht da sie es nicht mehr hinkriegen die "achso so syampathische Formation" von ihrem Werk getrennt zu bewerten....  

melden Jupp (unregistriert) | 26.02.2013 | 18:33 Uhr

Bin selber große Nocte Fan aber sehr enttäuscht mit den Alben vor Auflösung und das Reunion Album war auch sehr enttäuschend.

Finde, dass viele Leute noch zuviel vom Glanz der alten Tage auf den neuen Scheiben zu sehen meinen...  

melden Pascal S. (unregistriert) | 26.02.2013 | 18:48 Uhr

Ja, oder es gefällt den Leuten einfach ebenso wie NO's früheres Schaffen sehr gut? Ich weiß, das klingt verdammt abwegig, nahezu utopisch, wäre aber durchaus denkbar!  

melden Mann mit Hut (unregistriert) | 08.03.2013 | 13:43 Uhr

Treffende Rezension, würde ich alles so unterschreiben, jedoch etwas zu einseitig betrachtet. Es werden nur die tollen Dinge am Album aufgezählt, jedoch nichts negatives. Ein bisschen kritischer darf die Betrachtung gerne sein. :-)
Mein...  

melden Veles (unregistriert) | 09.03.2013 | 14:19 Uhr

Ich fand das Review gut.
Hand aufs Herz; wer meint nicht, das hin und wieder, ein Gläschen in gewählter und bewußter Einsamkeit, der unvoreingenommenen und verweilenden Hingabe an -nennt es an dieser Stelle wie es euch beliebt- versetzen...  

Otto Sverdrup
melden Wertung 08/10 Otto Sverdrup | 19.04.2013 | 23:15 Uhr

Leider können die stellenweise sinnfreien und seichten Texte nicht ganz mit der anspruchsvollen Musik mithalten. Ich würde einen gelegentlichen Kurs des Texters bei Alboin von Eis empfehlen...