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CD-Review

Snakereigns

Artikel veröffentlicht am 18.10.2012 | 1458 mal gelesen

Obwohl diese norwegischen Jungs mit dem einprägsamen Namen OKKULTOKRATI bereits ihr zweites Album vorlegen, sind sie hierzulande noch fast gänzlich unbekannt, ihre zwei EPs und das 2010er-Debüt "No Light For Mass" drangen nicht bis in den Metal-Mainstream vor. Dabei hätte der geschwärzte Punk des Oslo-Vierers im Geiste alter VENOM doch durchaus auf den durch neue DARKTHRONE oder den bombig eingeschlagene KVELERTAK-Erstling bereiteten Boden fallen können.

Auf "Snakereigns" rumpelrocken OKKULTOKRATI jedenfalls bei Garagensound und Knurrgesang immer noch düster-dreckig, mit fies schleppenden, etwas willkürlich platzierten Einschüben und zwei waschechten Doom-Brocken – die jeweils siebenminütigen "Acid Eagle One" und "We So Heavy" – durch die Botanik. Im Gegensatz zum Debüt und inbesondere den ersten EPs hat man die verschrobene Black Metal-Schlagseite ein klein wenig zurückgenommen. Immer, auch bei den gefälligen wilderen Stücken wie "I Thought Of Demons" oder "Unconscious Mind" behalten OKKULTOKRATI noch einen Rest Kontrolle, nie wirken sie gänzlich ausgetickt und losgelassen – so bleiben Höchstwertungen auf der Rotzigkeits- und Enthusiasmusskala verwehrt. Doch das wäre leicht zu verschmerzen, wären die neun Liedchen nicht auch von Eingängigkeit und Charme vergleichbarer, oben genannter Truppen etliche Bierlängen entfernt: Die mehrheitlich drögen Riffs mit der Im-Ohr-Lebensspanne einer Eintagsfliege und die trotz ihrer Kürze mehrheitlich ziellosen Arrangements kommen wahrscheinlich aus dem gleichen Faß, aus dem während der Aufnahmen in rauen Mengen der Alkohol strömte.

Es bleibt ein nettes Scheibchen, um etwa beim Autofahren ordentlich mitzunicken oder es samstags abends beim Vorglühen als Hintergrundbeschallung laufen zu haben, aber der Wunsch, die "Snakereigns" mehr als zwei, drei Male zu tanzen, stellt sich nicht ein. OKKULTOKRATI fabrizieren auf den ersten Blick recht attraktive, in Wahrheit aber ziemlich abgestandene Suffmusik, die ähnlich schnell ihren Reiz verliert, wie ein wohliger leichter Rausch in der Morgendämmerung verfliegt.


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