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CD-Review

Iter Stellarum

Artikel veröffentlicht am 04.09.2012 | 1213 mal gelesen

Jung sind sie, die Debütanten aus NRW, und einen Stil haben sie sich auf die Fahnen geschrieben, der vor allem in den vergangen Jahren für viele musikalische Greueltaten gesorgt hat. SEKORIA haben sich nämlich dem melodisch/symphonischen Black/Death Metal verschrieben und gehen so rein auf dem Papier schon ein hohes Risiko ein – zumindest mein Kopfkino spulte schon den nächsten musikalischen Horrortrip voller kitschigen Keyboard-Gewabers, billiger Plastik-Melodien und wer weiß was da noch so folgen würde ab, hätte ich nicht in der Zwischenzeit "Iter Stellarum" eingeschmissen.

Schnell ist es nämlich vorbei mit den Schreckensvorstellungen, denn SEKORIA sind alles andere als eine weitere bittere, schwer zu schluckende Pille. Sicher, von einem Blockbuster ist an dieser Stelle nicht die Rede, aber von einem mehr als soliden Debütalbum. Die NRWler setzen in erster Linie nicht auf Kitsch, sondern auf ziemlich rasanten Black/Death, dem sie durch viele einnehmende, zeitweise gar epische Melodien ein besonderes Feeling verleihen. Die orchestralen Abschnitte, die dem Gesamtbild das Prädikat "Symphonic" verleihen, sind tatsächlich nur gelungenes Beiwerk und nicht fader Hauptgang. Das ist insofern schön, als dass sie die Stimmung auf "Iter Stellarum" reichhaltiger machen, dem ganzen eine zeitweise sogar cineastische Wirkung verpassen (z.B. in "Do You Repent"). Leider aber gibt es auch Kritisches anzumerken. Da wären zum einen die Länge der Scheibe, die bei relativ wenigen "Aha-Momenten" im Gesamtbild doch ein bisschen ermüdend wirkt, zum anderen wäre mit einer differenzierteren Produktion noch ein bisschen mehr rauszuholen gewesen.

Aber das war auch schon alles, wenn auch sicher keine zu negierenden Punkte. Einem sehr seltenen Hauch von Pathos können sich SEKORIA zwar auch nicht verweigern, doch fällt das im doch sehr epischen Kontext etwas in den Hintergrund. Es bleibt zwar noch etwas Arbeit vor den Burschen, doch für ein Debüt ist das aller Ehren wert und kann sogar kostenlos auf der Bandcamp-Seite der Jungs getestet werden. Lob ja, im Überschwang aber nicht. Sorgen, dass SEKORIA in Zukunft im Kitsch versumpfen, habe ich nach diesem Album aber nicht, mit einem etwas geschickteren Händchen für richtige Übersongs stehen da noch locker zwei Punkte mehr in Aussicht.


Kommentare
Kommentar schreiben Leserwertung: Wertung 08/10




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xXx-Oimel-xXx
melden Wertung 08/10 xXx-Oimel-xXx | 14.09.2012 | 19:47 Uhr

Da ich einige Songs vorab auf Youtube hörte stand einem Kauf der CD nichts mehr im Wege. Die Jungs waren beim Versenden mehr als fix. Dafür, dass es eine Eigenproduktion ist, kommt die (leider nicht gepresste, dafür aber bedruckte) CD recht Nobel...