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Shaded Enmity

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Shaded Enmity - Like Prayers on Deaf Ears

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"Like Prayers on Deaf Ears"
CD-Review, 5329 mal gelesen, 14.12.2009 Wertung 09/10

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11.06.2013

Nachdem in den letzten Wochen und Monaten schon zwei Stücke die Vorfreude geschürt haben, streamen die MeloDeather SHADED ENMITY nun alle 68...

04.06.2013

SHADED ENMITY haben auf ihrer Facebook-Seite folgendes Statement gepostet, in dem sie zum Business, einigen (großen) Labels sowie deren Politik und...

23.12.2012

Der Kampf um den MeloDeath-Thron ist heutzutage im Prinzip ein reiner Zweikampf. Haben BE'LAKOR vor ein paar Monaten kräftig vorgelegt, ziehen die...


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Forsaken and Forgotten

Artikel veröffentlicht am 23.06.2013 | 7290 mal gelesen

Den Kampf um den MeloDeath-Thron (der unerklärlicherweise nach wie vor im Bereich der Kleinstlabel und Selbstveröffentlichungen stattfindet) habe ich mal als Zweikampf zwischen BE'LAKOR und SHADED ENMITY bezeichnet. Diese Sichtweise ist mittlerweile überholt. Erstens haben Truppen wie CANOPY und SANCTIUM das Kandidatenfeld bedeutend erweitert, doch viel wichtiger ist: "Forsaken and Forgotten" dürfte den Wettstreit auf absehbare Zeit beenden.

Mit dem atemlosen "Hijo Perdido" hatten Joe Nurre und Simon Dorfman im Prinzip alles in Sachen "höher, schneller, weiter" gesagt; für den Nachfolger musste man sich also etwas Neues einfallen lassen. Dieses Neue ist die Ausweitung der musikalischen Palette in Richtung Epik und das Anheuern eines neuen, äußerst talentierten Leadgitarristen. Das Ergebnis klingt immer noch eindeutig nach SHADED ENMITY, nicht allein durch das absolut markante Schlagzeugspiel, doch gibt es jetzt auch wunderbar melancholische Passagen in weniger als Höchstgeschwindigkeit und immer mal wieder schöne Gitarrenspielereien zu genießen. Länger sind die Stücke, komplexer arrangiert und durch das Mehr an Abwechslung schlicht viel dramatischer. Deutlicher als in der Vergangenheit wird eine gewisse BM-Affinität, vor allem einige Gitarrenmelodien haben sehr schwarzen Charakter. Fast wollte ich schreiben, SE hätten gut zu No Fashion gepasst, aber in ein ganz so enges Korsett passt die Truppe aus Seattle mit ihrer Originalität und ihrem Ideenreichtum dann doch nicht.

Bei neun "richtigen" Stücken und über einer Stunde Spielzeit wäre es schön, ein paar Anspieltips zu nennen, doch die Zahl weiter unten sollte deutlich machen, dass es auf "F&F" einfach keine Ausfälle gibt. Mehr noch: Jedes Lied ist auf seine Weise ein Höhepunkt. Das fängt schon mit dem semi-titelstiftenden Intro an, das eigentlich reine Verschwendung ist: Aus diesen Riffs hätte man auch ein vollständiges Stück basteln können. "This is Federal" stellt dann die "neuen" SHADED ENMITY vor: mehr Atmosphäre, mehr Spannung, vielseitigere Gitarren, dabei aber immer noch Dorfmans Markenzeichengehämmer, jede Menge Biss und eine deutliche Portion Schweden-BM. "Sadness in Summer Rain" im Anschluss bietet ein explosives Finale, das ATG mit dem "Soulreaper" verkuppelt, "No Puedo Dormir" wartet mit Schwermut und Tremolo-Gitarren auf, und "... And Life Was Great" ist die erste "Ballade" der Band, die als erste "Single" etwas überraschte, auf dem Album aber absolut Sinn macht und großartig funktioniert. Bei "It Only Hurts in December" und "Prophecies and Pain" schließlich darf sich Simon austoben wie nie zuvor auf einer SE-Aufnahme, wobei letztere Nummer ziemlich reinrassiger BM ist, der demonstriert, wie DARK FUNERAL klingen könnten, wenn sie etwas Musikalität in dieses Jahrtausend hätten retten können. Doch bevor ich alle Songs als herausragende Beispiele aufgezählt habe, will ich lieber aufhören - ihr merkt sicher auch so, wo es lang geht.

Wenn man es mit dem wohl besten MeloDeath-Werk diesseits der Jahrtausendwende zu tun hat, drängt sich natürlich zwangsläufig die Frage auf, wie es möglich ist, dass die Band dieses in Eigenregie rausbringen muss. Gründe für diesen Zustand gibt es wohl viele, der wichtigste dürfte aber sein, dass Bands, Labels und Presse die Schublade MeloDeath in einer Weise sinnentleert haben, die selbst dem BM trotz aller Dimmuborgisierung und Cradleverfilthung erspart geblieben ist. Bis sich diese Lage irgendwann normalisiert hat, kann man nur hoffen, dass Bands wie SHADED ENMITY irgendwo die Motivation finden, Alben wie "Forsaken and Forgotten" aufzunehmen. Ohne derlei ebenso begabte wie hartnäckige Musiker könnte man das ganze Genre nämlich offiziell für tot erklären.


Kommentare
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melden Gummimann (unregistriert) | 24.06.2013 | 14:50 Uhr

die beiden vorgänger waren besser. irgendwie klingt die platte ausgeufert und lahm  

melden endlos (unregistriert) | 25.06.2013 | 00:13 Uhr

Kann der Wertung nicht so ganz folgen, ebenso wie der Kategorisierung Black Metal. Ist auf metal.de jetzt alles Black Metal das Metall-Riffs mit Kreischgesang inhaliert? Within Temptation ist ja jetzt plötzlich auch eine Black Metal Band. Zu der...  

melden Kreolot (unregistriert) | 25.06.2013 | 13:18 Uhr

Dieses Review ist der letzte Sargnagel für die Glaubwürdigkeit dieses Magazins.  

xeledon
melden xeledon | 25.06.2013 | 19:43 Uhr

Metal.de hat sich damit keinen Gefallen getan!!!!!!!!1111111einseinseinself  

master of tragedy
melden Wertung 05/10 master of tragedy | 25.06.2013 | 19:54 Uhr

Schade, hörte sich so interessant an und ist im Endeffekt so durchschnittlich.
Wo, bitte schön, ist denn hier irgendwas was eine 10 rechtfertigt?
Ich könnte ja damit leben, wenn der Reviewer begeistert ist und dann eine 8 oder max....  

melden Der Erleuchter (unregistriert) | 25.06.2013 | 21:51 Uhr

Wuerde wohl eher nur 9 geben, aber den Extrapunkt gibts dafuer, dass alles in Eigenregie gemacht wurde, ohne blinde bzw. taubstumme Labels im Ruecken. Die Melodien sind ein Traum. Soilwork waeren froh, eine davon verwenden zu duerfen. Qualitativ...  

melden Kreischgesang Inhalator (no offense) (unregistriert) | 25.06.2013 | 22:49 Uhr

Wurde hier nicht mal erklärt, dass die komischen Genrebezeichnungen dadurch zustande kommen, dass das System einfach das Genre nimmt, das alphabetisch zuerst kommt? (Könnte man allerdings mal umprogrammieren.)
Jedenfalls vertraue ich dem...  

RIITIIR
melden Wertung 10/10 RIITIIR | 28.06.2013 | 02:25 Uhr

Geschmäcker sind bekanntlich sehr verschieden. Ich jedoch finde das Review gelungen, was natürlich nicht zuletzt daran liegt, dass ich dieses Album (auch die Vorgängeralben) vergöttere. Meiner Ansicht nach ist da keine Note am falschen Platz,...  

melden Thanus (unregistriert) | 10.08.2013 | 13:52 Uhr

Die Band ist bis zu diesem Review völlig spurlos an mir vorübergegangen. Die Euphorie des Rezensenten machte mich dann doch neugierig und ich wurde nicht enttäuscht. Das ist das verdammt noch mal beste Album in diesem Jahr überhaupt. Eine seit...  

melden Hänsel (unregistriert) | 12.05.2014 | 15:54 Uhr

Ja, die Musik auf diesem Album ist wirklich groß und zwar richtig groß!!! ...dafür ist der Gesang der schlechteste den ich seit langem gehört habe. Völlig eintöniges Gekreische, das spätestens ab dem dritten Stück einfach nur noch langweilt....