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CD-Review

Hinter Dem Spiegel

Artikel veröffentlicht am 27.08.2012 | 1359 mal gelesen

Credits sind immer wieder toll zu lesen. Warum entschuldigt sich eine Band bereits darin für die Klangqualität ihrer Platte? Genauso gut könnten die Musiker auch für die Kompositionen selbst um Verzeihung bitten. Dies wäre zumindest bei SOCIETAS NOCTIS auch durchaus angebracht. Das vorliegende Material namens “Hinter dem Spiegel“ erinnert in gewisser Weise an Bands á la DORNENREICH, glänzt aber im Gegensatz zu eben diesen durch jede Menge Kitsch und musikalischen Peinlichkeiten.

Bereits das Intro “Aufbruch“ lässt Schlimmes vermuten, aber was dann mit “Im Vergessen“ zum Vorschein kommt, spottet jeder Beschreibung. Dünnes Gekeife, spannungsfreies Riffing und unausgegorenes Songwriting vereinen sich zum einem Brei an Langeweile. Aber als wäre das nicht genug, so steigert sich dies mit “Blick In den Spiegel“ noch unweigerlich. Hier gesellen sich auch noch extrem quietschende Keyboards hinzu, welche wahrscheinlich eher der Eingängigkeit dienen sollten. Das geht aber gründlich nach hinten los und sorgt zumindest bei mir für aufstehende Nackenhaare und unverständliches Kopfschütteln. Dieses Trauerspiel zieht sich ohne Kompromisse auch im weiteren Verlauf durch, ohne auch nur einmal ansatzweise am musikalischen Mittelfeld zu kratzen.


Eins muss man den Musikern allerdings sehr wohl zu Gute halten. Die Texte sind definitiv alles andere als flach und lächerlich und können sehr wohl teils überzeugen. Ebenso ist die Produktion lang nicht so schlimm wie in den Credits angegeben, kann aber trotzdem nicht über die qualitativen Defizite hinweg täuschen.

Kurz gesagt gibt es für “Hinter dem Spiegel“ einen Punkt für den Mut, so etwas, wie das soeben Gehörte, auf Platte zu pressen. Und einen weiteren Punkt für die kitschfreien Texte und die Produktion. Mehr ist aber leider nicht mehr drin, danke und weglegen.


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