Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

Amazon-Empfehlung
Reviews der Band
Thormesis - Vergangene Asche

Thormesis

"Vergangene Asche"
CD-Review, 2209 mal gelesen, 31.03.2010 Wertung 07/10

Metal.de auf Facebook
Ähnliche Artikel
Mit neuem Album am Start! news

Blutmond

Die Schweizer Extrem- / Black- / Avantgarde-Metaller BLUTMOND werden demnächst ihr neues Album...
Video Teaser von Windloni news

Black Messiah

BLACK MESSIAH werden am 24.02.2012 ihr viertes Album "The Final Journey" veröffentlichen. Im...
Gurd ersetzen Death Angel news

Neckbreaker's Ball

In geheimer Mission: DEATH ANGEL Die Bay-Area-Thrasher DEATH ANGEL haben ihre Teilnahme an der...
Der Festivalbericht Live-Review

Zabbaduschder Open Air...

Subprime-Krise hin, Konsumklimaindex und Inflation her - auf dem Zabbaduschder kann man noch...
CD-Review

Von Leere und Tod

Artikel veröffentlicht am 13.06.2012 | 3019 mal gelesen

Irgendwo habe ich sowas schon mal gesehen und gehört. Eine undergroundige und höchstens Insidern bekannte Pagan/Black Metal-Band fängt an, ein paar ziemlich massenkompatible Elemente in ihre Musik mit einzubeziehen. Gröliger und selbstverständlich etwas windschiefer Klargesang muss dazukommen, düdelige Leadgitarren, überschaubare Songstrukturen, griffige Riffs, ein bisschen Humppa. Die Produktion muss man mit schön vielen technischen Hilfsmitteln aufpumpen, bis möglichst alles, was noch natürlich klingt, im Hintergrund verschwunden ist. Und dann sucht man sich ein großes Label und gibt so richtig Gas.

Bin ich da der Einzige, der ein bisschen verwundert die Augenbrauen zusammenzieht und sich verflucht an VARG erinnert fühlt, denen ja auch wirklich nichts heilig war, das sie auf ihrem Weg zum Kiddieheidenliebling aufhalten konnte? Glücklicherweise hängen THORMESIS (vermutlich) nicht mit der Nazielite der Hauptstadt ab, und ihre Musik ist auch ein klein wenig gelungener.
"Von Leere und Tod" hat etwas mehr von klassisch nordischem Black Metal, ist streckenweise ein bisschen düsterer und insgesamt auch nicht ganz so offensichtlich auf gewollten Erfolg getrimmt. Der Opener "Sterbend Herz" hat beispielsweise direkt Eier und neben einem schwülstigen Refrain auch das eine oder andere gelungene Riff zu bieten. Danach schleichen sich zu schnell Doppelungen ein, einfallslose und altbekannte Standardriffs werden verwurstet ("Des Wolfes letzter Gang"), Strukturen werden gnadenlos bis auf acht oder neun Minuten ausgedehnt und albern wirkende Punk-Querverweise ("Vom Leben gezeichnet") eingesetzt. Hier und da kommt schmissiges ONKELZ-Feeling auf, das zu dem Pandalook der Band nicht so recht passen mag. Darüber hinaus haben THORMESIS außer Pagan Metal-Stangenware nichts Unterhaltsames zu bieten, außer vielleicht den fast in Metalcore-Bereiche tendierenden Schreigesang.

Die ganze Platte ist schon nach den ersten Minuten spektakulär unspannend und deshalb mit über 54 Minuten Spielzeit auch viel zu lang, zudem das schließende GRABFELD-Cover mir zweckfrei erscheint. Im Übrigen: GRABFELD? Das hat man sich vermutlich als THORMESIS-Nebenprojekt vorzustellen, das wie eine Mischung aus THORMESIS und schlechten MENHIR klingt und bei Youtube zu hören ist. Ich hoffe nicht, um mal ein bisschen weiterzudenken, dass GRABFELD die nächsten THORMESIS sein werden, denn dann weiß ich gar nicht mehr, wo das alles enden soll.


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen:

melden krafti (unregistriert) | 18.06.2012 | 10:23 Uhr

Wohl mit dem falschen Fuß aufgestanden..die jungs haben hard an der scheibe gearbeitet und dass garantiert nicht mit Berechnung, solls ja auch noch geben:)
Sie sollten sich in zukunft vieleicht etwas "netter" in bezug auf die von ihnen zu...  

The Law
melden The Law | 18.06.2012 | 11:50 Uhr

Wie immer scheinen die Metalfans die größten Mimosen zu sein, wenn es um Kritik geht...  

falk
melden falk | 22.06.2012 | 14:23 Uhr

Hier wurde ein beleidigender Kommentar gelöscht.  

xXx-Oimel-xXx
melden xXx-Oimel-xXx | 22.06.2012 | 18:41 Uhr

Nach all dem Getose habe ich mir mal paar Songs via Youtube angehört & muss sagen, dass sich meine Euphorie auch in Grenzen hält.
Und was gibt es an 5 Punkte zu mosern? Das entspricht in Schulnoten einer 3, also dem normalen Durchschnitt....  

melden Vanir (unregistriert) | 23.06.2012 | 15:36 Uhr

Thormesis so hinzustellen, als wäre Ihnen nichts heillig (wie bei Varg) und zu sie überhaupt in einem Satz zu nennen ist einfach nur genial! Alleine diese Aussage lässt mich wissen auf das Review nichts weiter zu geben. Weiterhin sind Äußerungen...  

melden Svart (unregistriert) | 28.06.2012 | 13:11 Uhr

Geschmack hin oder her ... Solche Aussagen und Vermutungen zu äussern in einem Review, welches sich mit der MUSIK befassen sollte, gehen mal gar nicht !!! Das ist mehr als unter der Gürtellinie !!!

Ich persönlich finde das neue...  

melden bukka (unregistriert) | 04.07.2012 | 13:37 Uhr

Also, diese Spott und Sarkasmus spuckende Rezension hat mir beim Lesen durchaus Spaß und Freude bereitet. Nachdem ich mir Mitschnitte vom besagten Album angehört habe, wurde das vom Herrn Damnasch entworfene Bild im Wesentlichen bestätigt. Ob es...  

melden bukka (unregistriert) | 04.07.2012 | 13:39 Uhr

Dass solche Diskussionen aber vermehrt in dem Pagan/Viking-Sektor auftreten (korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege), hat es mMn seinen Grund. Denn: Liebe Redaktion, wer von euch, „unverbesserlichen Pessimisten, wenn es um Bands mit hohem...  

melden bukka (unregistriert) | 04.07.2012 | 13:40 Uhr

Leute, warum engagiert ihr nicht jemanden, der wenigstens nicht a priori stutzig wird, wenn er eine Pagan/Viking/Folk/Humppa etc. Platte in der Hand hält? Ich bin kein Apologet von Talentlosigkeit, Ideenklau oder musikalischem Durchschnitt, ebenso...  

melden Charles (unregistriert) | 05.07.2012 | 01:02 Uhr

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, daher gehe ich gar nicht erst auf die Musik ein. Allerdings auch nur in Erwägung zu ziehen, dass eine Band welche bei AFM Records unter Vertrag steht, ist ja wohl ziemlich daneben. Als Rezensent...