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CD-Review

This Time It's Personal

Artikel veröffentlicht am 04.09.2012 | 1562 mal gelesen

Die Norweger VESEN haben sich in den letzten Jahren mit einer Mischung aus Thrash und Black Metal durch insgesamt drei Alben geprügelt. Mit dabei: Krieg, Unheil, Dunkelheit, Nieten, Patronengurte, ab und zu eine Ziege, dafür aber kein Beelzebub. Konsequenterweise machen die Musiker um Schminktöpfe aller Art einen großen Bogen und setzen stattdessen auf Sonnencreme (Lichtschutzfaktor 50) und Sonnenbrillen.

Nachdem Look und thematische Ausrichtung geklärt sind, können wir uns der Musik zuwenden, und da haben VESEN just ihr viertes Album "This Time It's Personal" in Stellung gebracht. Zunächst verwundert der ungewöhnliche Titel (das Cover gibt einen dezenten Hinweis), dann der blecherne und drucklose Sound beim Opener "The Threat" – von 'Bedrohung' keine Spur, eher zu wenig Geld für das Mastering. Scheint aber eher als Intro gedacht zu sein, denn der Titeltrack tönt schon deutlich lauter und differenzierter durch die Boxen. Trotzdem: Der Sound auf "This Time It's Personal" ist eher im Low-Fi-Segment angesiedelt, aber das hat ja auch etwas für sich.

Taugen denn die Songs etwas? Eigentlich schon, denn erstens kann man sich das Album in einem Rutsch anhören, ohne dass es wehtut, zweitens blitzen immer wieder richtig nette Ideen auf und drittens kommen die Norweger mehr als einmal mit schicken Riffs um die Ecke. Der Beginn mit dem Titeltrack und dem dramatischen "Billions" (erinnert in Zügen an VREID) ist schon ganz vielversprechend, und mit "Fear Of Skin" haben die Jungs ein ziemlich langes und großartiges Stück (fast) ans Ende gepackt. In "Rubicon" wird außerdem schön gerifft. Dazwischen tummeln sich aber auch allerlei Tracks, die zwar nett sind, aber nicht für höhere Weihen taugen: "Chained And Bled" zum Beispiel oder "Pressure" oder "We Walk Alone". Oder der Rausschmeißer "Stabber".

Wie gesagt – das ist alles ganz nett, manchmal auch mehr als das: Der Gitarrist weiß definitiv, wie er seine Riffs flüssig abfeuern muss, der Drummer klöppelt vielseitig und der Sänger hat eine angenehm rauhe und whiskygeschwängerte Stimme, die dem musikalischen Bastard aus Thrash und Black Metal gerecht wird. Allein die Songs können halt nicht von vorne bis hinten überzeugen und sind viel zu häufig im Mittelmaß angesiedelt. Kein Beinbruch, aber für eine Empfehlung reicht es auch nicht.


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