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CD-Review

Nihaihayat

Artikel veröffentlicht am 21.02.2013 | 1458 mal gelesen

Das ist schon ziemlich bitter. Ich war wirklich gespannt auf YAYLA, ein Einmann Projekt aus der Türkei. Doch eigentlich hätte ich mir bei der Kategorisierung Black Metal/Ambient schon einen Reim drauf machen können, was mich erwartet. Denn "Nihaihayat", das mittlerweile vierte Album in etwas mehr als zwei Jahren, lässt doch vieles vermissen. Eine völlige Katastrophe steht einem hier zwar nicht bevor, denn dazu rettet sich YAYLA mit ein paar ganz netten Momenten, aber eben doch ziemlich lahme 50 Minuten.

Dafür sorgt selbstredend die durchgehende Monotonie der Stücke, die zwar zwischenzeitlich durchaus melancholische Momente hervorzaubert, diese aber bei mehr als zehn Minuten Spielzeit pro Song einfach überstrapaziert – Abwechslung liegt auf "Nihaihayat" quasi bei null. Wirklich unglücklich wirkt aber, dass beim ohnehin schon dünnen Sound der Stromtrommler eine recht dominante Position einnimmt – obendrein klingt die Programmierung noch ziemlich mies und holprig, nur so am Rande. Das traurige daran ist aber, dass so von den teils recht atmosphärischen, traurigen Leads abgelenkt wird, die YAYLA tatsächlich hätten interessant machen können. Auch wenn sie damit allein auf weiter Flur stehen, denn weder die selten aufkommenden, murmelnden Vocals noch der kaum wirklich Akzente setzende Bass stehen an dieser Stelle zur Seite.

Was bleibt, ist ein wahrlich enttäuschendes Album. Dabei hat "Nihaihayat" wie gesagt lichte Momente, die, sofern man das Drumming ausblendet, in "Disguises Of Evil" ihren "Höhepunkt" finden. Von flotten Parts sollte YAYLA in Zukunft aber definitiv die Finger lassen, denn während in den langsamen Abschnitten mit viel Fantasie noch Stimmung aufkommen könnte, mach das stolpernde Gehämmer gepaart mit dem Bienenschwarmgesurre von weit her ziemlich sprachlos ob seiner Dürftigkeit. Nein, von "Nihaihayat" kann man getrost die Finger lassen, ob das für jede Platte aus dem Hause YAYLA gilt? Ich weiß es nicht, aber ich glaube nicht, dass es noch einen Versuch meinerseits geben wird, weiter in die Diskographie einzutauchen.


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