SCALE THE SUMMIT - Carving Desert Canyons
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Mit ihrer Musik stehen sie irgendwo zwischen CYNIC, STEVE VAI und DREAM THEATER. Die Texaner jammen, aber sie improvisieren nicht - die durchweg instrumentalen Stücke sind keine verkopften und mit mathematischer Präzision ausdefinierten Klangkomplexe und vermeiden auch überlange Soloorgien der einzelnen Akteure.
Vielmehr schafft es die Band, technischen Anspruch mit kompositorischer Leichtigkeit zu verbinden; sie bauen ein vielschichtiges, melodisches Gewebe auf, ohne sich in unnützen Details zu verlieren. Von Anfang an wird das Album durch seine besondere Atmosphäre bestimmt. Dem Heavy- und Groove-Anteil seiner Stücke stehen jene Momente gegenüber, die durch minimalen und akustisch intensiven Einsatz bestimmt sind. Vor allem aber sind es die Melodiebögen und die positive Energie, die sie ausstrahlen, die den Reiz des Albums ausmachen.
Kein Denksport, sondern fast schon traumhaftes Wandeln. "Adventure Metal" haben es SCALE THE SUMMIT selbst treffend bezeichnet. Wirklich prägnante Titel, die für sich selbst herausstechen, lassen sich kaum benennen, da alle Stücke so eng und stimmig miteinander verwoben sind, dass man sie kaum trennen kann und möchte. Für's Mainstream-Gehör ist hier sicherlich nicht viel zu holen, da müssen Liebhaber ran. Wer etwas für anspruchsvolle, instrumentale Metalklänge mit reichhaltigen, melodischen Texturen übrig hat, sollte "Carving Desert Canyons" auf die Reise mitnehmen.Punkte: 7/10
(Beta / 17.03.2009)
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