LUCA TURILLI'S DREAMQUEST - Lost Horizons
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Und es wird noch besser: Sehe ich die Platte qualitativ auf demselben Niveau wie die letzte NIGHTWISH (und damit etwas besser als Arjen Lucassens Versuch in die Gothic-Frauengesang Nische einzusteigen), haut einen der Gesang auf Dreamquest regelrecht um. Hatte schon Marcela Bovio eine deutlich eigenständigere Note als die Tarjas und Sharon den Adels dieser Welt, darf sich die hier geheim gehaltene Sängerin ohne Zweifel als die beste Frontbesetzung der Szene bezeichnen. Von wegen gelangweiltes Operngejaule - dieses Mädel hat definitiv ein Gespür für Metal.
Und passt damit prima zur Platte. Der rote Faden von "Lost Horizons" prischt eindeutig nach vorne, ist energiegeladen, kraftvoll und relativ verspielt. Klischeehafterweise zwar auch auf Refrain produziert, aber letztere können sich uneingeschränkt wirklich hören lassen - man lausche nur der Singleauskopplung "Virus", "Too Late" oder dem starken "Energy". Und wie von RHAPSODY gewohnt, wird am Ende nochmal alles durch den etwas längeren Abschlusstrack getoppt - hier genannt "Gothic Vision" einige Textschnipsel aus dem Dies Irae verbratend - vor allem aber endlich wieder mit typischen Arpeggien und Vivaldi-Elementen. Gelungen sind auch die beiden Balladen "Sospiro Divino" und "Dolphins Heart" (vom Stil her wie jede andere Luca Turilli Ballade), welche sich dank starkem majestätischen Refrain direkt neben "Silver Moon" aus "The Infinite Wonders Of Creation" einordnen lassen.
Fazit: Für Fans des neuerdings Keyboard spielenden Multitalents, ist DREAMQUEST eine bessere Wahl als das anspruchsvolle erwähnte letzte Solowerk. Es tappt zwar mitunter auch auf etwas ausgetretenen NIGHTWISH Pfaden, kann das Gothic Metal Universum aber um viele neue Elemente bereichern und überzeugt durch eine großartige Sängerin. An Meisterwerke wie "Dawn Of Victory" oder "Prophet Of The Last Ecplise" kommen aber beide Platten nicht so wirklich ran. Punkte: 8/10
(Joneleth / 16.06.2006)
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Leserkommentare
4 Kommentare vorhanden | Durchschnittliche Leserwertung: 7/10
horowitz bewertet mit 5/10 Punkten, am 19.06.2006
Oh mein Gott ist das schlecht. Als ich zuerst das Cover sah wusste ich sofort was für grauenvolle Musik mich erwartet. Das positive Review aber verdutzte mich, also hörte ich rein und schon bei den ersten Femalvocals überkam mich ein würgendes Gefühl in der Kehle. Hinzu kommen noch etliche Pseudo Klassikpassagen und ultraausgeschlachtete Gothic Melodien, untermald von einem strunzlangweiligen Schlagzeug. Das Ganze dürfte auf Gothic Neulinge und fanatische Nightwish Fans, die nicht genug von solcher Musik bekommen können, recht ordentlich wirken. Allerdings wir hier nicht mehr, als ein sehr durchschnittliches bis schlechtes Nightwish Plagiat geboten. Insgesamt ist die Musik also genau so Gehaltvoll, Ideenreich und Qualitativ wie das Cover. Wer das mag sollte hier reinhören, es gibt die Musik in allen Belangen recht gut wieder. Ich finde es einfach nur grausam und zum abgewöhnen!tower of abyss bewertet mit 9/10 Punkten, am 24.06.2006
Ich hab mir die CD gekauft und finde sie genial wie die meisten seiner andren werke. “Symphony of Enchanted Lands” ist zwar eindeutig besser aber das Album steht auf jeden fall für Metal auf höchster ebene und ist besser als so manche Komposition von Wagner und Vivaldi. Und die Sängerin … das beste was ich in den letzten 10 Jahren im Metal bereich gehört habe bestimmt eine Opernsängerin die auf ihren ruf achten muss und deswegen ungenannt bleiben will. @horowitz Nur weil Gothic Metal draufsteht heißt das nicht das es das gleiche wie Nightwish ist. Das mit dem Schlagzeug ist auch Schwachsinn übermäßiger Einsatz passt zum Gothic still der Platte hald einfach nicht. Das Album ist hald für jemanden der nur auf sinnloses Hardcore steht (“Hauptsache laut und schnell”) zu Komplex aufgebaut.candlemass666 bewertet mit 7/10 Punkten, am 13.07.2006
Nicht schlecht obwohl nichts wirklich weltbewegendes. Saengering ist nicht schlecht: Mein Tip: Kimberly Goss von Sinergy???? Hat jemand ne bessere idee??paulamarija bewertet mit 7/10 Punkten, am 21.10.2007
Meine üblichen Worte wären hier, Nightwishabklatsch und zum Kauf regt mich die Scheibe auch nicht an, jedoch nehm ich diese Musik Luca Turilli' eher ab, als so grauenhaften Bands wie Xandria. Warum? Nun ja... Rhapsody sind halt eine sehr wichtige, ernstzunehmende Symphonic Metal Band die seid 1994 Musik macht und diesen Stil irgendwo auch mitbegründet hat. Wenn sich also Luca Turilli hinsetzt und eine Nightwish meets Rhapsody Platte macht, dann gekonnt und mit einer Dominanz und Gefühl für Bombast, den Xandria und co. nie erreichen könnten! Positiv zu bewerten sind auch die Elektroeinflüsse bei Songs wie "Virus". Um mehr als 7 Punkte zu geben, ist mir die Musik jedoch zu ausgelutscht und der Gesang zu dünn. Dennoch sicher hörenswert!CD-Review-Archiv mit 15033 Reviews:
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