SCRAP - Endzeit
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Es ist nicht zu glauben, dass die Band bereits 1997 gegründet wurde und es selbst nach knapp zehn Jahren nur auf dieses bemitleidenswerte Häufchen Elend bringt, bei dem selbst jede Entwicklungshilfe zu spät kommt. Ein Songwriting, das seiner Bezeichnung spottet, völlig uninspiriertes Anfängerriffing, das selten über fünf Akkorde pro Song hinausgeht, ebenso spartanische Leads und holprige Holzhammer-Lyrik mit in Form gepresstem Vokabular, bei deren Refrains bei der hohlen Wiederholung der immergleichen Phrasenfragmente der Höhepunkt der Kreativität erreicht ist – das ist "Endzeit". Ich bitte euch, sowas war schon 1997 total für den Eimer!
Mit beiden Augen und Ohren zu, klingen zumindest die beiden englischen Songs ein winzig klein wenig nach PANTERA oder MACHINE HEAD und sind damit weitaus erträglicher als die beiden muttersprachlichen Total-Verrecklinge. Denn die klingen, als hätte die Band untereinander die Instrumente getauscht und dann jeweils auf dem Rücken gespielt. Wie man es auch dreht und wendet: man wird den Eindruck nicht los, dass in SCRAP nicht umsonst "crap" steckt. Wer zu viel Zeit übrig hat, kann sich die Songs auf dem myspace-Profil der Band (www.myspace.com/scrapband) runterladen, aber um die Band zu zitieren: "Es lohnt sich nicht". Ganz ehrlich: in Zeiten, in denen ein Haufen ambitionierte Bands bereits nach einem halben Jahr mit ihrem Debüt zu überzeugen wissen, ist eine Scheibe wie "Endzeit" einfach nur indiskutabel.Punkte: 1/10
(Thomas / 16.11.2006)
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