CALES - Savage Blood
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Doch weit gefehlt, was CALES auf "Savage Blood" darbieten hat recht wenig mit rumpelnder Heidenaggression zu tun. Im Gegenteil: Die Lieder lassen sich eher als klassischen Heavy-Metal mit einer gewissen Hard-Rock-Schlagseite katergorisieren. Überdies hinaus handelt es sich hier auch um ein komplett instrumental gehaltenes Album. Langeweile kommt allerdings keinesfalls auf, was in erster Linie an den instrumentalen Fähigkeiten von "Blackie" liegt. Es wurden hier außerdem, wenn ich mich nicht verhört habe, sehr viele verschiedene Gitarrenspuren verwendet, wodurch der Klang sehr dicht und facettenreich daherkommt. Von den musikalischen Themen her ist "Savage Blood" ebenfalls sehr abwechslungsreich ausgefallen: Während der erste Track mit starkem 80er-Vibe in bester Hard-Rock-Manier daherkommt, beginnt das zweite Lied stattdessen mit (Irish-)Folk, im Metalgewand selbstverständlich. Aber natürlich schlagen auch die paganen Wurzeln des Projektes gerne mal durch. Das gewählte Ziel soll es hierbei sein Atmosphäre, Emotion und Stimmung zu erzeugen und das klappt auch soweit. Neben den Gitarren, die hier den Löwenanteil der Arbeit übernehmen, benutzt Blackosh auch gerne Ambientsounds im Hintergrund, wodurch der Gesamtklang sehr räumlich wird. Ein wichtiges Element wie den Gesang zu ersetzen funktioniert hier und ich würde sogar sagen, dass der Sounds so vollständig klingt, dass eine Stimme noch darüber, das Ganze höchstwahrscheinlich überladen hätte. Mit Sicherheit hätten Vocals das Gesamtwerk zudem sehr viel eher einer bestimmten Schublade zugehörig werden lassen. Aber genug der Spekulation.
Dieses Album kommt definitiv vom Sound her sehr mächtig und, auch wenn viele ruhige oder progressive Parts
darunter sind,im Gesamteindruck auch durchaus "heavy". Wer auf musikalisch einwandfreien Instrumental-Metal steht und "open-minded" für sowohl traditionelles Heavy-Riffing als auch Folk- und Ethno-Sounds ist, dem sei CALES ans Herz gelegt. Als Vergleich kommen wohl noch am Ehesten spätere BATHORY in Frage, obwohl hier eben keine markante Stimme vom Schlage Quorthons über allem thront, sondern die Instrumentalisierung aus sich selbst heraus lebt und atmet. Neben den regulären Tracks befindet sich auf der CD noch ein Video zu dem Lied "From The Bosom Of Oblivion" vom Vorgängeralbum und ein paar andere Extras. Das Video selbst fällt ein wenig in die Kategorie "One Rode To Asa Bay" oder "Gloves Of Metal" von MANOWAR, ist aber professionell gemacht und durchaus sympathisch. Traditionelle Pagan-Metaller, die auf Gesang verzichten können, wissen was zu tun ist!
Punkte: 8/10
(Johannes / 16.01.2008)
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