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Konzertbericht

Das letztjährige FortaRock Festival hatte so viel Spaß gemacht und war so brillant besetzt, dass sich die Frage nicht ernsthaft stellte, ob ich mich denn dieses Jahr wieder in Richtung Nijmegen aufmachen würde. Klare Sache: Die Location im Park Brakkenstein war hübsch, die Stimmung gut, und beim Line-Up hatten die Veranstalter genau ein Dutzend Asse aus dem Ärmel gezogen.

Das kündigte sich für dieses Jahr wieder an: Gleiche Location, gleich gute Voraussetzungen und eine Besetzung, die nicht mit Hochkarätern spart: SLAYER, LAMB OF GOD, MACHINE HEAD, MESHUGGAH und ANTHRAX sind auf anderen Festivals jeweils der einzige Headliner – hier stehen sie nacheinander auf der Bühne. Beziehungsweise auf den Bühnen, denn wie im letzten Jahr gibt es eine Freilichtbühne und eine Zeltbühne, weswegen die Bands annähernd nonstop spielen.

Abgerundet wird das Line-Up von TRIVIUM, den amerikanischen Hair-Metallern STEEL PANTHER, den holländischen Brutalo-Dauerbrennern ASPHYX, NASUM, die ihre verspätete Abschiedstournee spielen, DEVIN TOWNSEND, den isländischen Simpaticos SÓLSTAFIR und BENIGHTED, die ihren Set pünktlich High Noon beginnen.


Benighted

Es ist ein Jammer: Egal wie früh man startet – auf Deutschlands Autobahnen ist man nie vor einem unerwarteten Stau gefeit. Als wir am Stauende das Schild "Vermessungsarbeiten" (wichtig!) erblicken, ist jedenfalls klar, dass wir es nicht mehr rechtzeitig zu BENIGHTED schaffen würden. Schade, denn zu gerne hätte ich die französischen Brutalos gesehen und gehört – Songtitel wie "Let The Blood Spill Between My Broken Teeth" oder "Fritzl" klingen jedenfalls äußerst vielversprechend.

 

Sólstafir

Dann also vom Eingang direkt weiter zur Freilichtbühne, wo die Isländer SÓLSTAFIR diesen Mittag als erste Band auftreten. Bekannter Beginn: "Ljós í Stormi", der Opener des aktuellen Albums "Svartir Sandar", dann "Þín Orð". Die vier Musiker tragen ihr bekanntes Dusty-Western-Outfit (schwarze Klamotten plus ein Kilo Weizenmehl), Drummer Gummi und der schmale Frontmann Addi zusätzlich coole Sonnenbrillen (Grund ist der Sonnenschein, nicht der Alkoholpegel, schließlich ist es erst Mittag). Überhaupt ist letztgenannter eine coole Sau – mal klemmt er seine Flying V effektvoll auf den Oberschenkel, dann reckt er sie ungelenk in die Höhe. Musik hypnotisiert, auch ihre Erschaffer.

Daneben Bassist Svavar (die Haare wie immer kunstvoll zu zwei Zöpfen geflochten) und auf der anderen Seite der Gringo (markantester Pornobalken an diesem Tag), wesentlich bodenständiger, wenngleich nicht weniger in die Musik vertieft. Als weitere Songs gibt es noch "Fjara" und "Goddess Of The Ages": Toll, somit aber auch dasselbe Programm wie bei den letzten Auftritten – dabei haben die Jungs noch viele andere großartige Stücke in der Hinterhand. Egal, dem Publikum hat es jedenfalls gefallen. Mehr als höflicher Applaus.



Setlist:

  • Ljós í Stormi
  • Þín Orð
  • Fjara
  • Goddess Of The Ages



Asphyx

Schnell weiter ins Zelt, denn während SÓLSTAFIR noch ihre letzten Töne ausklingen lassen, beginnt schon bedrohlich-dräuend das Intro, das vor den ASPHYX-Dampframmen ertönt. Einstieg mit "Vermin". Dann "M.S. Bismarck", "Scorbutics" und "Deathhammer" – die Jungs machen mit ihrem doomigen Death alles platt. Fühlt sich jedenfalls so an. Da gibt es mal flottes Geschepper, mal groovige Riffs, meistens im besten Tempo zum Mitbangen. Und Martin van Drunen und seine Mannen schütteln die Matten munter mit. Gitarrist Paul Baayens wirkt zwischen den beiden Zweimeterkanten van Drunen und Alwin Zuur (Bass) zwar etwas verloren, was er aber durch sein Militäroutfit (Armyboots, Armyhose, Armygürtel und blutrünstiger Blick) und noch breitbeinigere Posen kompensiert.

Während den doomigeren Strecken ("The Rack") feuert van Drunen seine Landsleute im Publikum an – klare Sache, für ASPHYX ist das heute ein Heimspiel. Kurz: Jeder hat Spaß bei diesem Gig, der mit "Wasteland Of Terror", "Reign Of The Brute" und "Death The Brutal Way" abgerundet wird.

The Devin Townsend Project

Welch ein Kontrast dazu auf der Open-Air-Bühne: Dort ist die Zeit gekommen für den Musikexzentriker Devin Townsend, dessen Band mittlerweile als THE DEVIN TOWNSEND PROJECT firmiert. Intro mit Roboterstimme aus der Konserve, Devin beschwört derweil die Nebelschwaden und betritt zu beschwingten Spinettklängen die Bühne. Jubel. Darf man Mr. Townsend einen Musikclown nennen? Jedenfalls hat der Kanadier ein ausgeprägtes Faible fürs Grimassenschneiden. Wahrscheinlich ist das aber die passende optische Untermalung der Songs. Keine Ahnung. Ich kenne keinen einzigen der Songs, die sich zwischen Prog Metal und irgendwelchen experimentellen Geschichten einpendeln – und vielen Zuschauern scheint es ähnlich zu gehen.

Eingängig ist die Musik eher nicht, und mehr als einmal fragt man sich: Was will Devin Townsend damit jetzt ausdrücken. "That's a song about the time when my daddy touched my butthole…" Pause. "No, he didn't. I love you dad!" Argh! Seltsamer Humor. Aber eine ausgeprägte Bühnenpräsenz. Und eine interessant aussehende Saitenfraktion: Rauschebart vs. Rauschebart plus Haarausfall bei langer Mähne (letzteres kennt man so ähnlich ja noch von Meister Devin himself). Interessanter Gig, ordentlicher Jubel aus dem Publikum.

Setlist:

  • Truth
  • Regulator
  • Planet Of The Apes
  • By Your Command
  • Life
  • Supercrush!
  • Kingdom
  • Juular

 


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whitefire
melden whitefire | 17.06.2012 | 19:39 Uhr

Toll geschrieben! Und ein paar Top-Bilder sind auch dabei B-)