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Antimatter

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Disturbed

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Um ihrem Szenestatus gerecht zu werden, veröffentlichen SATYRICON zum 20-jährigen Bandjubiläum ihr drittes Album "Nemesis Divina" neu und von Satyr persönlich remastered. Die Norweger verteidigen...



Konzertbericht

Alles Gute bringt der März! Nachdem ich am 04. März zusammen mit meinem Kollegen Johannes in den Genuss von THE OCEAN, BURST, BISON BC und MEDEIA im Hansa 39 kam, stand schon einen Tag später ein weiteres Konzert-Highlight auf dem Plan: Endlich, nach über einem Monat Tour quer durch Europa, machen sich die Bands der "Chaos Over Europe"-Tour daran, München ins Verderben zu stürzen. Auch wenn ich diesem Konzert schon lange entgegen gefiebert habe, bin ich sehr gespannt, ob KREATOR, CALIBAN, ELUVEITIE und EMERGENCY GATE die Leistung der vier Bands vom Vortag, die durchweg hervorragende Shows absolvierten, erreichen oder gar übertreffen können.

Kurz vor 19 Uhr stürmen die Herren von EMERGENCY GATE quer durchs Backstage zielsicher in Richtung Bühne und geben den Startschuss für gute vier Stunden bestens organisiertes Chaos. Vielleicht liegt es einfach an dem anderen Umfeld, der weniger familiären Stimmung als bei der "ReWake"-Prerelease-Party Mitte Januar, aber mir erscheinen die sechs (Chris Rybak ist auf der Tour nicht dabei, ebenso wie Chris Widmann, der durch Dominik Scholz an den Drums vertreten wird) irgendwie gereifter. Der Auftritt wirkt insgesamt professioneller, das Zusammenspiel der Band im positiven Sinne routiniert, aufeinander eingespielt. Eineinhalb Monate Chaos über Europa verbreiten, hat der Bühnenpräsenz von EMERGENCY GATE meines Erachtens sehr gut getan.

Ihren Heimvorteil können sie dennoch nicht so ganz ausnutzen, da das Backstage zu Beginn des Auftritts noch nicht einmal halb voll ist. Das ändert sich jedoch während der halben Stunde und wer da ist, bejubelt die Münchner Band, statt wie so oft die Vorband nur mit müdem Applaus zu bedenken. Überhaupt lässt sich das Publikum, das zu Recht alle vier Bands feiert, an diesem Abend als "klein aber fein" bezeichnen. Die ein-zweihundert Leute, die da noch Platz gefunden hätten, vermissen höchstens jene, die nur den finanziellen Aspekt eines Konzertes im Kopf haben und vielleicht die wenigen Crowdsurfer. So kann hingegen jeder einen idealen Platz zum Moshen, Headbangen oder ruhig Zusehen und -hören finden.

Positiv überrascht auch der Sound, der schon zu EMERGENCY GATE gut ist und es ermöglicht, dem "ReWake"-Querschnitt schmerzfrei zuzuhören. Wer ganz vorne dabei ist, bekommt zusätzlich sogar noch was zum Anfassen: Matthias Kupka geht auch an diesem Abend auf Tuchfühlung mit dem Publikum, kommt aber nicht ganz so weit wie es ihm lieb wäre. Wenn es ein Funk- statt dem Kabelmikrofon gäbe, würde er ein richtiges Bad in der Menge nehmen, so ist er an die Bühne gebunden und singt auf der Absperrung stehend weiter.

Ein durch und durch gelungener Konzertauftakt und in Sachen Publikumsnähe kann EMERGENCY GATE im Folgenden keiner mehr den Rang ablaufen.

Emergency Gate


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