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CD-Review

Symbiosis

Artikel veröffentlicht am 12.10.2012 | 1749 mal gelesen

Holzhackschnitzel sind eine wirksame Form der regenerativen Energienutzung, beziehungsweise der Biomasseverbrennung im Sinne der Energiegewinnung. Vor wenigen Jahren existierte noch die Aktion von Metalblade Records unter dem Banner “The New Xtreem“, wo ABIOTIC aus Miami sicherlich hineingepasst hätten. Schließlich handelt es sich bei “Symbiotic“ um das erste Album des Fünfers, und tatsächlich hat der Output etwas mit Holzhackschnitzel, in extremer Form, zu tun. Zumindest hat mich das Ganze musikalisch durch eine Ansammlung wildesten Stückwerks an solche erinnert. Ebensolche repräsentieren gewissermaßen eine neue Energieform, genauso wie ABIOTIC nicht nur jugendliche Frische darstellen, sondern auch mit ihrem musikalischen Mix aus technischem Death Metal und Deathcore in eine äußerst moderne Kerbe schlagen.

In diesem Sinne spricht bereits die durch das Schlagwerk dominierte Produktion Bände. Tatsächlich schüren die Jungs aus Florida das Nervenkostüm des Hörers aufs Extremste, schlagen einem mit haufenweise hektischen Breaks und unerwarteten Richtungswechseln aufs Gemüt und arbeiten stets an der Grenze, den musikalischen Bogen in gewisser Hinsicht zu überspannen. Sollte man es in klaren Worten formulieren, so kann man ohne Gewissensbisse behaupten, dass “Symbiosis“ mit seinem fordernden Gemisch aus brutalen Death-Metal-Aktionen, sphärisch/melodischen Elementen und modernen Tourette-Breaks durchaus überladen wirkt.

Der Wechsel zwischen tiefen Growls und ultrahohen Screams, die ihrerseits immer mal wieder an THE BLACK DAHLIA MURDER erinnern, macht das Ganze nicht unbedingt leichter verdaulich. Der Albumtitel ist also irgendwo Programm, schließlich verschmelzen hier mehrere Stile auf moderne Art, doch der Output stellt, trotz den variablen Zutaten und abgesehen von dem hohen Maßes an Unstrukturiertheit, nichts vollkommen Außergewöhnliches dar. Selbst das wahrhaftig sehr hoch angesiedelte technische Niveau zwischen den DAHLIA’s, WHITECHAPEL und AS YOU DROWN kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass ABIOTIC hier auf krampfhafte Art und Weise versuchen, bereits im Überfluss existente Stilmittel irgendwie, und manchmal zwar wirklich irgendwie, zusammen zu schustern.

Mit “Symbiosis“ fällt zwar ein durchaus pfefferndes Gesamtwerk aus dem Produktionsrohr, doch die Besonderheit fehlt. Die Amis verfügen ganz offensichtlich über das Potenzial, einen modernen Querschnitt extremer Metal-Attacken wirksam umzusetzen, doch nach dieser Scheibe sollte sich die Truppe schließlich für Fisch oder Fleisch entscheiden, dann könnte die Qualität merklich steigen.


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