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CD-Review

Devouring Worlds

Artikel veröffentlicht am 06.09.2012 | 1317 mal gelesen

Der progressive Anteil ist bei den Erlangern ADJUST THE SUN nicht ausgeprägt genug, um eine Kategoriserung im technischen Death-Metal zu rechtfertigen. Die Musik der Band erinnert am ehesten an etwas weniger farbenfrohe SWALLOW THE SUN. PARADISE LOST und MOONSPELL scheinen ein wenig in den sparsam eingesetzten Clean-Vocals durch, ansonsten besteht ein Manko des selbstbetitelten Debüts vor Allem in der latenten Gleichförmigkeit der Songs. Nicht nur das Midtempo wird kaum variiert, die Drums spielen sogar gleich bei mehreren Stücken den haargenau gleichen Ryhthmus. Dem Sound fehlt zudem ein wenig Tiefe, was aber durchaus auch auf den Mangel an professioneller Produzenten-Unterstützung zurückzuführen sein kann. Kompositorisch zeigen sich gute Ansätze, die Idee ist ein atmospärischer Düster-Metal, der im Gitarrenbereich Elemente des Melodic Death aufgreift, ohne dessen aggressiv-emotionale Durchdringlichkeit wirklich voll und ganz auszuleben.

Wichtig für die Zukunft wäre insgesamt ein wenig mehr Konsequenz. Wer sich auf progressive Elemente beruft, der muss Mut beweisen und sich trauen, aus den gängigen Mustern auszubrechen. Wenn ADJUST THE SUN jedem ihrer Einflüsse mehr Platz einräumen und sich besonders noch einige Ideen im Riff- und Lead-Bereich aneignen, dann kann der nächste Release der Band mehr Staub aufwirbeln. "The Mask" bespielsweise erscheint mit seinem Einfallsreichtum als eine Art zentraler Punkt des Albums, ist aber derjenige, bei dem zusätzliche melodische Vocals noch zur Atmosphäre beitragen würden. Einer tendenziell ruhigen Nummer wie dem abschließenden "Inner Autumn" täte ein verringerter Death Metal-Antel gut, welcher wiederum bei der ein oder anderen Nummer mit ein bisschen Turbo im Getriebe eine Menge Boden gut machen würde.

ADJUST THE SUN sind ganz sicher kein untalentierter Haufen, auf "Devouring Worlds" kann man sein Potenzial jedoch noch nicht ganz ausschöpfen, weil man immer das Gefühl hat, dass das gewisse Etwas in den Songs fehlt. Daran gilt es zu arbeiten, vielleicht mit Hilfe eines erfahrenen Producers, und dann gibts vielleicht auch bald mehr Punkte.


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